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550. Wallfahrtsjahr: Händels „Messias“ erschallt in der St. Clemenskrirche

550. Wallfahrtsjahr : Händels „Messias“ erschallt in der St. Clemenskrirche

Mit einem Festkonzert der besonderen Art eröffnete vergangene Woche in Heimbach das 550. Wallfahrtsjahr. Zu dem Jubiläum wurde das Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel in der St. Clemenskrirche aufgeführt. Rund 200 Zuhörer spendeten nach der Aufführung begeistert Beifall.

Als einen Kraftspender bezeichnete Pfarrer Kurt Josef Wecker das Werk, das 1742 in Dublin uraufgeführt wurde. „Was ist ein Raum ohne Licht und Klang“, fragte er rhetorisch. Die Musik Händels habe inspiriert, an klingende Religion zu glauben. Und auch, dass in der Kirche doch recht kühle Temperaturen herrschten, sei nicht hinderlich. „Der heiße Atem und die heiße Leidenschaft der Musik wird den Raum erfüllen“, versprach er.

So machten sich die Musiker daran, mit der Aufführung die Herzen zu erwärmen. Vor allem für den Kirchenchor St. Clemens war das berühmte Werk nicht unbekannt. „Vor zwei Jahren ist es bereits von uns aufgeführt worden“, erzählte Kantor Peter Mellentin, der die musikalische Leitung von Chor und Orchester hatte. Pfarrer Hans Donks habe sich damals gewünscht, es möge zur Eröffnung des 550-jährigen Wallfahrtsjubiläums noch einmal aufgeführt werden.

Verstärkt wurden die 27 Mitglieder des Chores durch einige Gastmusiker, so dass schließlich rund 40 Sänger vor dem Altar standen. Für den Orchesterpart hatte Mellentin das Orchester der „Cappella Villa Duria“ aus Düren eingeladen. Als Solisten waren die Sopranistin Christine Hesseler, Angelika Farrensteiner, Alt, Julian Kokott, Tenor und der Bassist Wolfgang Tombeux dabei.

Für die Aufführung hatte Mellentin die englische Originalfassung gewählt. „Es gibt auch eine deutsche Übersetzung von Friedrich Gottlieb Klopstock, aber englisch ist die Sprache, die Händel seiner Musik zugrundegelegt hat“, erläuterte Mellentin. Auch sei die kleine Orchesterbesetzung, die in Heimbach zu hören war, ähnlich derer, die Händel zur Verfügung gestanden habe.

„Das sind virtuose Chorwerke“, lobte der Dirigent die gelungene Aufführung durch seine Musiker. Einige der Stücke gehörten zum „Sahnehäubchen“ der Chorliteratur. Deshalb bleibe der „Messias“ auch für den Dirigenten spannend bis zum Schluss, verriet er.

In gelungenem Zusammenspiel meisterten Chor und Orchester das anspruchsvolle Werk mit seiner begeisternden Musik. Mit großer Dynamik brachten die Musiker den Kirchenraum zum Klingen. Dabei überzeugten auch die Solisten, die ihre Gesangsparts eindrucksvoll gestalteten. Mit viel Applaus dankten die Zuhörer für die Darbietung.