Guido Cantz präsentiert „Blondiläum“ im Dürener Haus der Stadt

Düren : Wann und warum Guido Cantz erblondete

Guido Cantz in Düren: Mit seinem Jubiläumsprogramm „Blondiläum — 25 Jahre Best of Guido Cantz“ tritt der 46 Jahre alte Moderator, Büttenredner und Humorist am Sonntag, 10. Dezember im Haus der Stadt an der Stefan-Schwer-Straße auf (Einlass ab 19 Uhr). Unsere Mitarbeiterin Gudrun Klinkhammer sprach mit dem gebürtigen Köln-Porzer über sein Programm und darüber, wann und warum Cantz erblondete.

Wie gehen Sie mit Stress um?

Cantz: Zunächst versuche ich, Stress zu vermeiden, indem ich möglichst langfristig plane und die Termine entzerrt gelegt werden. Kommt es doch einmal zu stressigen Phasen, dann versuche ich, das zu kompensieren. Ich treibe Sport, gehe ins Fitnessstudio oder nehme mir meine Laufschuhe. Eigentlich bin ich Fußballer, aber meine Knie werden leidernicht besser.

Was ist ein Humorist, als der Sie sich bezeichnen?

Cantz: Humorist ist das deutsche Wort für Comedian. Es ist ein schöner Begriff aus meiner Sicht für Menschen, die sich mit Humor beschäftigen.

Sie sind unterwegs mit dem Programm „Blondiläum — 25 Jahre Guido Cantz“, wann und warum wurden die Haare blond?

Cantz: (lacht) Die Haare sind seit rund 20 Jahren so blond, erwachsen ist das aus einer Wette heraus. Vor einem Skiurlaub mit Freunden nahmen sich die männlichen Teilnehmer vor, die Mädels zu überraschen. Und im Urlaub waren wir Jungs plötzlich alle blond. Das entwickelte sich bei mir dann zum Markenzeichen.

Denken Sie gelegentlich über das Alter nach?

Cantz: Aber so was von, auch auf der Bühne, die Gedanken mache ich an mir fest. Ich bin jetzt 46, da kommen die ersten Zipperlein. Ein Bekannter wurde gerade 46, wir bemitleiden uns gegenseitig. Seit Kurzem benötige ich eine Lesebrille, der Verfall ist nicht aufzuhalten. Doch versuche ich auch, etwas für meine Gesundheit und meine Fitness zu tun. Jeden morgen trinke ich frisches Ingwerwasser, und vor Weihnachten mache ich seit 1996 eine Infusionskur, ein Basisaktivprogramm. Das dient vor allem als Vorbereitung auf die Karnevalszeit, denn die ist körperlich hart, da heißt es durchhalten. Ich trinke im Karneval keinen Tropfen Alkohol, habe wenig Schlaf. Fährt mal jemand mit, sieht er, wie anstrengend das eigentlich ist. Aus Kraftgründen können Karnevalisten selbst gar keinen Karneval feiern.

Wie sieht es mit dem karnevalistischen Nachwuchs aus?

Cantz: Im musikalischen Bereich ist alles gut. Es gibt in Köln und Umgebung viele coole Bands, die sind wirklich ganz, große Klasse. Was die Rednerbeiträge angeht, da gibt es wenige junge Leute, die sich in der Bütt versuchen und behaupten. Der Karneval ist für Redner ein schweres Geschäft und damit auch ein gutes Training. Wer im Karneval bestehen kann, der ist auch gewappnet für alles das, was anderweitig auf ihn zukommen könnte.

Wie feiern Sie Weihnachten?

Cantz: Ganz besinnlich, familiär. Wir sind in diesem Jahr dran mit Kochen, machen Musik mit Klavier und Flöte.

Was verbinden Sie mit Düren?

Cantz: Während meiner Anfänge war ich viel im Dürener Umland unterwegs, bin durch die schönen Hallen getingelt und erlebte und erlebe immer noch ein sehr liebenswertes Publikum. Wenn im Kreis Düren nur nicht die ganzen Blitzer wären....

Was erwartet die Besucher im Haus der Stadt am 10. Dezember?

Guido Cantz: Ein Programm mit hoher Lachfrequenz. Die Gäste können drei Stunden abschalten und den Alltag vergessen. Zudem setze ich mich ans Klavier und spiele, denn von dieser Seite her kennen mich manche ja noch gar nicht.

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