Langerwehe: Günter Kriegers 14. Roman handelt von Theophanu

Langerwehe: Günter Kriegers 14. Roman handelt von Theophanu

Günter Krieger aus dem Langerweher Ortsteil Schlich hat seinen 14. Roman vorgelegt. „Rosen für die Kaiserin” heißt das 288 Seiten starke Werk, das jetzt im Brunnen-Verlag erschienen ist. Günter Krieger erzählt die Geschichte der Theophanu, eine Geschichte voller Glanz und Glück, aber auch voller Kämpfe und Intrigen.

Der Roman spielt im Sommer 980 irgendwo in der Nähe von Kleve. Zufällig wird das Bauernmädchen Jutta Zeugin eines außergewöhnlichen Ereignisses: In einem abgelegenen Forsthaus bringt die vielbewunderte junge Kaiserin Theophanu den langersehnten Thronfolger zur Welt.

Die geschichtliche Bedeutung des Augenblicks ist dem Mädchen nicht bewusst. Aber Jutta ist glücklich, einen Blick auf „ihre” Kaiserin zu erhaschen. Ob sich ihre Wege jemals wieder kreuzen? Theophanu, die christliche Kaiserin des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, eine der großen Frauen des Mittelalters, steht im Zentrum des Romans.

Trotz ihrer fremden Herkunft aus Byzanz wird sie vom Volk geliebt. Ihr Verhandlungsgeschick entschärft so manche Krise. Aber Theophanu ist eine Frau - und ihre Gegenspieler lauern auf Gelegenheiten, die mächtige Herrscherin zu schwächen?

Günter Krieger ist von Beruf Krankenpfleger, hat aber seine Liebe zum Schreiben und seine Liebe zur Geschichte schon früh entdeckt. „Ich will kein Wissen vermitteln”, sagt der 46-Jährige, „und ich habe auch keinen pädagogischen Ansatz.”

Trotzdem sei es ihm sehr wichtig, so der fleißige Autor, dass in seinen Büchern sachlich alles richtig sei. Deswegen ist auch eine gründliche Recherche für ihn unabdingbar. Heimatgeschichte ist einfach Günter Kriegers Steckenpferd, viele seiner 14 Geschichten spielen hier in der Region.

Über den schrecklichen Brand von Aachen im Jahre 1656, der fast die ganze Stadt zerstört hat, hat er schon geschrieben, genauso wie über die Annareliquie in Düren. Krieger ist quasi auf Schloss Merode aufgewachsen, sein Vater war hier Kastellan.

Vermutlich hat das nachhaltige Eindrücke bei ihm hinterlassen, vielleicht sogar die Liebe zur Geschichte geweckt. Das schriftstellerische Handwerk hat er sich selbst beigebracht. Er hat Bücher über die Dramaturgie erzählender Literatur gelesen und die Arbeit seiner Autoren-Kollegen genau beobachtet.

Wenn er mit einem Buch anfängt, arbeitet Günther Krieger zunächst mit unzähligen Karteikarten. Auf einzelnen Kärtchen hält der Schriftsteller die Protagonisten seines neuen Buches fest - samt Körpergröße, Augenfarbe, Charakter und Vorgeschichte.

Danach bringt der Autor dann die verschiedenen Handlungen, Charaktere und Zeitebenen in eine Beziehung zueinander und entwickelt seine Handlung. Und erst wenn er alles zusammen hat, schreibt Günter Krieger den ersten Satz.