Düren: Grüne setzen auf Bürgerbeteiligung im Internet

Düren: Grüne setzen auf Bürgerbeteiligung im Internet

Die Grünen im Kreis Düren wollen mehr Bürgerbeteiligung zulassen. Ein halbes Jahr vor der Kommunal- und Europawahl (25. Mai) haben sie eine Internetseite eingerichtet, auf der Bürger Vorschläge und Ideen hinterlassen können. Die Grünen wollen die Anregungen dann diskutieren und je nachdem in ihr Wahlprogramm einarbeiten.

Damit wolle die Umweltpartei den Dialog mit den Menschen fördern, sagte der Vorsitzende der Grünen auf Kreisebene, Oliver Krischer, am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Dass es nicht einfach werde, die Menschen zum Mitmachen zu motivieren, weiß die Partei. „Es ist einen Versuch wert“, sagte Krischer.

Ohne großen Aufwand könne das bereits eingerichtete Forum genutzt werden, sagte die Dürener Grünen-Stadträtin Carmen Heller- Macherey. Mit dem Link www.gruene-dueren.de/beteiligung komme man auf die Seite und könne dort unter der Rubrik „Vorschläge“ Ideen für den Kreis oder die 14 Ortsverbände der Grünen machen.

Bis auf die Gemeinde Aldenhoven sind die Grünen in allen Städten und Gemeinden des Kreises mit Ortsverbänden vertreten. Ob es die Partei schafft, überall Kandidaten für die Kommunalwahl aufzustellen, wird sich zeigen. Derzeit sind die Grünen in Aldenhoven, Vettweiß und Merzenich nicht vertreten.

Die neue Bürgerbeteiligung soll auch der Mitglieder-Rekrutierung dienen, sagte die Jülicher Stadträtin Emily Willkomm-Laufs. „Viele denken, sie hätten keinen Einfluss, das ist aber nicht so.“

Die Idee, Bürger über das Internet zu beteiligen, kommt von der Grünen-Landespartei. Sie ist eine Form der Bürgerpartizipation. Neben Bürgerinitiativen gibt es auf kommunaler Ebene das Instrument des Bürgerbegehrens und des Bürgerentscheides, um Wahlberechtigte neben den Wahlen an politischen Entscheidungen zu beteiligen.

In Düren hat es einen Bürgerentscheid bisher einmal gegeben. Im Vorfeld des Stadtcenterbaus an der Kuhgasse ging es um die Frage, ob eine mehr als hundert Jahre alte Zeder erhalten bleiben soll.

Der Investor spielte mit dem Gedanken, den Baum fällen zu lassen, um eine bessere Verkehrsanbindung für das Center zu erreichen. Auch mit Hilfe der Grünen wurden Bürger mobilisiert. Die Zeder musste erhalten werden.

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