Grüne forden "geschützte Radfahrerstreifen" in Düren

Grüne fordern „geschützte Radfahrerstreifen“ : Mehr Sicherheit für Radler in der Innenstadt

Um die Attraktivität der Innenstadt für Radfahrer zu erhöhen, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Georg Schmitz, die Einführung von geschützten Radfahrstreifen, die zum Beispiel mit Pollern oder kleinen Betonelementen von der Fahrbahn abgegrenzt werden und „damit für objektive und subjektive Sicherheit sorgen“.

„Sie sind eine schnelle und günstige Möglichkeit der Radverkehrsförderung“, ist der verkehrspolitische Sprecher der „Ampel“-Koalition überzeugt. Dabei denkt Georg Schmitz vor allem an so neuralgische Bereiche wie die Aachener Straße. „Denn obwohl dort eigentlich nicht genug Platz ist, fahren Lkw und Pkw trotzdem nebeneinander. Wenn dann noch Radfahrer dazukommen, wird es  sehr gefährlich.“

Jahrelang setzten sich die Grünen und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) dafür ein, dass Radfahrer mehr Platz auf der Fahrbahn bekommen. „Denn auf der Fahrbahn werden sie von Autofahrern gesehen und galten deshalb dort als besonders sicher, auch weil separate Radwege – wenn es sie denn gibt – oft viel zu schmal und nur in schlechter Qualität vorhanden sind“, betont Schmitz. „Zu wenig beachtet wurde dabei aber der psychologische Aspekt, dass sich die meisten Menschen auf dem Rad, eingekesselt zwischen parkenden Autos auf der einen und dem fließenden Autoverkehr auf der anderen Seite, nicht wohl und sicher fühlen.“ Die Konsequenz aus Sicht des Politikers: „Entweder die menschen steigen erst gar nicht aufs Rad oder weichen auf den Bürgersteig aus.“ Schmitz fordert daher, den Radfahrer unbedingt in den Mittelpunkt aller künftiger Überlegungen zu rücken.

Befragungen wie der ADFC-Fahrradklima-Test belegten, dass sich Radfahrer separate Radwege wünschen, die sie vor starkem Verkehr und hohen Geschwindigkeiten schützen. „Moderne Bordsteinradwege erfüllen diese Anforderungen, sind aber teuer und machen langwierige sowie aufwendige Umbauten nötig“, betont der Verkehrspolitiker. „Geschützte Radfahrstreifen lassen sich hingegen relativ schnell und günstiger realisieren. Die Streifen werden mit Trennelementen sowie einer markierte Schutzzone von den Fahr- und Parkspuren des Autoverkehrs getrennt. Rad- und Fußverkehr trennt die Bordsteinkante.“ Auf diese Art und Weise würde nicht nur verhindert, dass Autos und Lkw über die Radfahrstreifen fahren und auf ihnen halten, sondern auch dass Fußgänger Radwege mitbenutzen, ist Schmitz überzeugt.

(ja)
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