Düren: Graffiti-Workshop: Farbe für den Skatepark

Düren: Graffiti-Workshop: Farbe für den Skatepark

„Sprayen mit den Profis” hieß es am Freitag an der Skateranlage Brüsseler Straße. Graffitikünstler Stephan Schlepütz, besser bekannt als Lonar, und ein Team professioneller Sprayer verschönerten die verschiedenen Skateelemente auf dem Platz.

Organisiert wurde die Aktion von der Mobilen Jugendarbeit Düren Süd-Ost und Mitte-Nord, die auch mit ihren Jugendbussen vor Ort waren. „Als der Skatepark eröffnet wurde haben wir die Jugendlichen gefragt, was sie noch gerne ändern würden”, so Jugend-Sozialarbeiterin Simone Schneider. „Und eine Graffitiaktion war eine der beliebtesten Ideen.”

Nachdem im vergangenen Jahr das Parkgelände an der Anlage verschönert wurde, sind jetzt die Skateelemente an der Reihe. „Lonar”, der unter anderem schon die Unterführung am Haus der Stadt besprüht hat, arbeitet schon seit einiger Zeit mit den Verantwortlichen der Mobilen Jugendarbeit zusammen.

„Ich mache das jetzt seit acht Jahren”, sagt der Graffitikünstler. „Bei den Jugendlichen kommt das Sprayen immer gut an, deshalb organisieren wir regelmäßig Workshops und andere Aktionen.”

Obwohl das Sprayen an den Elementen des Skaterparcours den Profis überlassen wurde, konnten die Nachwuchskünstler eigene Entwürfe abgeben, aus denen dann die besten drei Motive ausgewählt wurden. An einer Leinwand konnten sich dann alle im Sprayen üben. „Lonar” gab einen kleinen Workshop, um die Grundtechniken der Graffitikunst zu erklären.

„Ich habe bisher nur Graffitis auf Papier gezeichnet.”, sagt der elf jährige Dominik Frenzel. „Heute bin ich extra mit dem Fahrrad aus der Stadt gekommen, um das auch mal mit der Spraydose zu probieren.” Die meisten Jugendlichen kommen regelmäßig zum Skaten auf den Platz und freuen sich, dass er jetzt ein bischen farbenfroher wird. Die Brüder David und Dominik Engels, dreizehn und vierzehn, möchten erstmal ihren Namen in Graffitischrift sprühen.

Alenn Huseinovic ist da schon professioneller. „Ich habe schon mal einen Workshop mit ?Lonar gemacht”, sagt der Elfjährige. „Wir haben verschiedene Buchstaben und 3D-Effekte gelernt. Das hat echt viel Spaß gemacht, deshalb bin ich auch heute hier.”

Gefördert wird das Projekt durch die kirchlichen offenen Jugendarbeit, mit dem Ziel den jugendlichen Graffiti als Kunst nahe zu bringen. „Die alten Kritzeleien und Graffitis werden jetzt übermalt”, sagt Simone Schneider. „Natürlich wissen wir, dass die neuen Graffitis nicht ewig halten, aber meistens wird weniger illegal auf die Anlage gesprüht, wenn alles schon bunt ist.”

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