Düren: „Goldberg-Variationen“ in der Annakirche stimmungsvoll interpretiert

Düren : „Goldberg-Variationen“ in der Annakirche stimmungsvoll interpretiert

Es war eine ungewöhnliche Besetzung, die Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“ in der Annakirche präsentierte.

Die Komposition, eigentlich geschrieben für Cembalo, wurde ihm Rahmen der Konzerte in St. Anna von Hans Otto Horch an der Violine, Susanne Trinkaus an der Viola und Wolfgang Boettcher am Violoncello in der Bearbeitung für ein Streichtrio gespielt.

Die 1741 erstmals veröffentlichten „Goldberg-Variationen“ werden häufig als Höhepunkt der barocken Variationskunst bezeichnet. Sie sind alleine aus der kompositionstheoretischen Perspektive beeindruckend. Die Basis für 30 verschiedene Variationen ist eine Aria, ein zweiteiliger im Barock üblicher langsamer Satztyp, in diesem Fall in G-Dur. Die ersten acht Bassnoten dieser Aria bilden dann den Grundstein für alle Variationen.

Bei aller Theorie, so wurden die Zuschauer in der Annakirche zu Beginn des Konzertes jedoch erinnert, solle man sich Bachs Untertitel zu Herzen nehmen: „den Liebenden zur Gemüts-Ergötzung verfertigt.“

Mit viel Herz spielten die drei Musiker alle Male. Die intime Atmosphäre bei kleinem Publikum und die ganz besondere Akustik in der Kirche ließen die „Goldberg-Variationen“ ihre ganze Pracht entfalten.

(km)