Düren: Gitarrist überrascht die Zuhörer bei Benefizkonzert

Düren : Gitarrist überrascht die Zuhörer bei Benefizkonzert

Auch in diesem Jahr kann sich das Kindergarten- und Aids-Waisen-Projekt „Kenosis“ des Südafrika-Arbeitskreises der Evangelischen Gemeinde zu Düren für eine Finanzspritze bedanken.

Das Benefizkonzert wurde von Musikern aus dem Dürener Raum gestaltet, und diese erfreuten mit einem abwechlungsreichen Programm ein Publikum, das es ihnen mit zahlreichem Erscheinen, einigen Spenden und kräftigem Applaus dankte.

Den Beginn machten Dozenten der Musikschule Düren in einem Bläserquartett (Birgit Bergk,Querflöte, Anke Grotz, Oboe, Joachim Locker, Klarinette, Friederike Nesselrode, Fagott), das mit Werken von Mussorgsky, Janacek, Prokofjew und Bozza geradezu sinfonische Wirkung erzielte.

Eine nachdenkliche Seite des tschechischen Komponisten Janaceks zeigte die junge Pianistin Jutta Ebbertz mit dem Klavierzyklus „Im Nebel“, den sie mit viel Klangsinn, Emotionalität und Virtuosität vortrug.

Der Gitarrist Lajos Tar überraschte in Abwandlung des angekündigten Programms mit einer Gitarrenbearbeitung von Queens „Bohemian Rhapsody“ und überzeugte besonders mit wirkungsvollen Originalkompositionen der wenig bekannten, aber hörenswerten Komponisten Siegfried Müller und Franz Just.

Den Schlusspunkt setzten Rolf Kratzborn und sein Saxofon-Quartett „Rava“. Die drei letzen Buchstaben waren unschwer als die Initialen von Anuschka Heeb, Verena Woborzil und Annika Wiche auszumachen, drei erwachsenen Schülerinnen von Rolf Kratzborn, die ohne ihr Hobby zum Beruf zu machen, geradezu professionelle Qualitäten bewiesen. Ihr unterhaltsames Programm wurde nach dem „Libertango“ von Astor Piazolla mit einem Potpourrie aus kräftigen Rauschschmeißern der 20er Jahre gekrönt.

Der Saal im Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde und die Pausenbewirtung taten ihr Übriges, um die alljährlichen „Kenosis“-Konzerte als wertvollen Bestandteil im Dürener Musikleben auszuzeichnen.