Gewerkschafter bei der Maikundgebung

Tag der Arbeit : Traditioneller Marsch zur Maikundgebung

Traditionell marschierten die Gewerkschafter am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, in einem Demonstrationszug begleitet von der Musikgruppe „Samba Candela“ von der Kuhgasse zur Maikundgebung auf dem Ahrweilerplatz.

Die Redner nahmen getreu dem Motto des Tages „Europa. Jetzt aber richtig“ unter anderem Bezug auf die anstehende Europawahl. Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Düren, Ludger Bentlage, warb in seiner Ansprache für eine solidarische und soziale Zukunft, die in Europa gestaltet werden soll. So solle die UN-Flüchtlingskonvention vor allem für die wegen ethnischer oder religiöser Verfolgung Geflohener strikt angewendet werden. Deshalb sei es wichtig, an der Wahl teilzunehmen und keine populistische Partei zu wählen. Außerdem forderte Bentlage, die Rüstungsausgaben nicht zu erhöhen.

Der Hauptredner Eric Schley, Bezirksjugendsekretär des DGB NRW, forderte unter anderem einen Mindestlohn, von dem man nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft leben könne. Außerdem wehrte er sich dagegen, dass Arbeitnehmer jederzeit vom Arbeitgeber erreichbar sein sollen. „Wir haben ein Recht auf Feierabend, und zwar analog wie digital.“

Umrahmt wurde die Kundgebungsversammlung an der Annakirche von dem Liedermacher Klaus Kläs, der Arbeiterlieder aus verschiedenen Generationen vortrug.

(kel)
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