Merzenich: Gespräche über Merzenichs neue „gute Stube“

Merzenich : Gespräche über Merzenichs neue „gute Stube“

Erhält der Ortskern von Merzenich eine „gute Stube“? Ein großes Stück Zukunftsmusik stellte der Architekt Eduard Pätkau dem Gemeinderat vor. In seiner Masterarbeit hatte sich der ehemalige Student der Technischen Hochschule Köln mit dem Thema beschäftigt.

Unter dem Arbeitstitel „Revitalisierung der Stadthalle im Ortskern Merzenich“ hat er sich mit der weiteren Verwendung und dem Ausbau des Saales in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses beschäftigt und jetzt einen ersten Entwurf erarbeitet.

Im Rahmen des vom Gemeinderat beschlossenen wohnungsbaupolitischen Gesamtkonzepts hat die Verwaltung vorgeschlagen, die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen zu suchen. Nach ersten Sondierungsgesprächen mit dem Lehrbeauftragten Dipl. Ing. Markus Schmale hat sich Eduard Pätkau in seiner Masterarbeit mit dem Thema beschäftigt. „Ein vergrabener Schatz“ ist nach Meinung von Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) das Areal an der Lindenstraße. Im Saal Vaaßen spielte sich über viele Jahrzehnte ein großer Teil des Merzenicher Vereins- und Gesellschaftslebens ab. Pätkau: „Für Vereine ist ein neuer Treffpunkt wichtig“, umschreibt er die Ausgangssituation.

Der Besitzer der Immobilie sei nach Aussagen von Bürgermeister Georg Gelhausen grundsätzlich bereit, sich Gedanken über die Nutzung in der Zukunft zu machen.

Neuer Treffpunkt mit Café

Die Vorstellungen des Architekten lassen sich so zusammenfassen: ein neuer Treffpunkt mit Café, eine Herberge mit neun Zimmern und individuelle Tagungsräume mit dem Ziel privater und öffentlicher Nutzung. Der Verfasser des Entwurfs geht davon aus, dass weite Teile der Außensubstanz des Gebäudes noch brauchbar sind.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ließ Bürgermeister Gelhausen wissen, dass man nun auf die Suche nach Investoren gehen könne.

Ein weiteres Projekt will die Gemeinde ebenfalls mit der fachlichen Unterstützung des Lehrbeauftragten der Technischen Hochschule Köln angehen. „Der Poolplatz ist bedeutend für die Merzenicher Bevölkerung“, kommentierte Jürgen Zeyen (SPD) den Verwaltungsvorschlag, Dipl. Ing. Schmale als Berater für den vom Rat beschlossenen Architektenwettbewerb einzusetzen. Auf dem Poolplatz gelte es, nicht nur Baulücken zu schließen. Er soll zum das Ortsbild prägenden lebendigen Platz mit Aufenthaltsqualität für die Dorfbevölkerung werden.

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