Nideggen: Gespräch zur Übernahme der Kita Schmidt geplatzt

Nideggen: Gespräch zur Übernahme der Kita Schmidt geplatzt

Die Verhandlungen zwischen der Stadt Nideggen und der Arbeiterwohlfahrt zur Übernahme des städtischen Kindergartens in Schmidt sind geplatzt.

Die AWO hat der Stadt in einem Schreiben die entsprechende Absage mitgeteilt. Das bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der „DN” Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, die den Vorgang nicht weiter kommentieren wollte und darauf verwies, dass noch Gespräche mit weiteren Trägern geführt würden.

Auslöser für den Rückzieher der AWO war offenbar der Beschluss der Stadt Nideggen, die Betriebskostenzuschüsse für den Träger „innerhalb von drei Jahren auf Null zu fahren”, wie es AWO-Kreisvorsitzender Johannes Veith formulierte.

Die Stadt sah sich zu dem Schritt gezwungen, um ihren Haushalt weiter zu konsolidieren. Für Veith unverständlich: „Es ist doch die Frage, wie wichtig uns die Kindergärten sind. Aus meiner Sicht ist es eben keine freiwillige sondern eine Pflichtaufgabe. Ich habe der Bürgermeisterin deshalb gesagt: Mit uns nicht.”

„Das tun wir uns nicht an”

Veith macht aber keinen Hehl daraus, dass noch ein anderer Grund eine Rolle gespielt hat: „Wir wollen auch unseren Ruf in Nideggen nicht beschädigen.” Veiths Befürchtung: Ratsmitglieder könnten sich in die Belange des Kindergartens einmischen. „Das tun wir uns nicht an.”

In der vergangenen Woche war bereits bekannt geworden, dass die katholische Kirche als Träger des Kindergartens in Wollersheim die Kürzung der Zuschüsse seitens der Stadt zum Anlass genommen hatte, den Vertrag zu kündigen.

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