Düren: Geplanter Container-Umschlagbahnhof: Ein Segen für die Region?

Düren: Geplanter Container-Umschlagbahnhof: Ein Segen für die Region?

Wenn alles klappt, wie von den Verantwortlichen erhofft, dann wird der geplante Container-Umschlagbahnhof an der Bahnstrecke Düren - Köln ein wahrer Segen für die Region: Bis zu 1700 Arbeitsplätze könnten dort entstehen, rund 50 Millionen Euro sollen in die Anlage investiert werden.

Obwohl verkehrsgünstig an der kommenden Autobahnanschlussstelle Merzenich gelegen, befürchten aber die „Nachbarn” eine erhebliche Zunahme des Schwerlasterverkehrs. Das gilt insbesondere für Arnoldsweiler.

Nach Ansicht von Hans-Peter Nießen, Geschäftsführer der Rurtalbahn GmbH ist der vorgesehene Standort für das Güter-Terminal „geradezu ideal”. Die Verkehrsanbindung sei wegen der neuen A4-Anschlussstelle und der Hauptbahnstrecke nach Köln „optimal”.

Ferner betrage der Abstand zur nächsten Wohnbebauung „mindestens 750 Meter”. Außerdem werde der Güter-Umschlagbahnhof keinen nennenswerten Lärm verursachen. Nießen: „Es werden Elektroloks eingesetzt, die mit maximal 25 Stundenkilometern die Waggons mit den Containern zur Krananlage rangieren”.

Nießen schätzt, dass nach dem Maximalausbau der Anlage bis zu 400 Lastwagen den Güterbahnhof ansteuern werden. „Das ist meiner Ansicht nach aber kein Problem, weil das Container-Terminal nur gut 100 Meter von der neuen Autobahnauf- und abfahrt entfernt liegt. Der Schwerlastverkehr tangiert also keine bebaute Ortslage.”

Nun könnte es freilich sein, dass die Brummi-Fahrer doch durch Arnoldsweiler kurven, insbesondere dann, wenn sie ins Gewerbegebiet „Im großen Tal” oder zu den Industrieunternehmen in der Stadt Düren und im Rurtal wollen. „Wer glaubt denn, dass alle Containerlaster in Zukunft gleich auf die A 4 fahren? Viele werden durch Arnoldsweiler rollen und die Situation dort noch unerträglicher machen”, wandte am Donnerstag der Vorsitzende des Bezirksausschusses Arnoldsweiler, Hermann-Josef Geuenich (CDU), ein.

Auch ohne das Container-Terminal brauche Arnoldsweiler dringend die seit Jahren geforderte Umgehungsstraße. Mit dem Güter-Umschlagbahnhof werde die Ortsumgehung noch viel dringlicher.

Hans-Peter Nießen meint hingegen, man könnte durch geeignete Verkehrsleitungsmaßnahmen und das Verbot von Lkw auf der Ortsdurchfahrt von Arnoldsweiler eine zusätzliche Belastung „wirkungsvoll verhindern.”

Bereits im Januar wird die Rurtalbahn Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern führen. Für die geplante Eigentümergesellschaft kämen, so Nießen, zum Beispiel die Seehäfen Antwerpen und Rotterdam als Teilhaber in Betracht.