Düren: Gemeinsam ein Zeichen gegen die rechte Gewalt setzen

Düren: Gemeinsam ein Zeichen gegen die rechte Gewalt setzen

In der Anmeldung bei den Behörden sind die Organisatoren vom Dürener Bündnis gegen Rechts von 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgegangen. „Wenn es 3000 würden, wäre wir natürlich froh”, sagte am Mittwochabend der Gewerkschaftssekretär Karl Panitz, Mitglieder der Sprechgruppe des Bündnisses.

Es geht um den Demonstrationszug, der am Freitag, 10. Februar, ab 17 Uhr von Nord-Düren zur Innenstadt geht.

Die Initiative des Bündnisses findet eine außerordentlich breite Unterstützung. Den Aufruf zur Teilnahme haben viele prominente Politiker aus Stadt und Kreis, die beiden christlichen Kirchen, eine ganze Reihe deutscher und ausländischer Vereine, und viele Einzelpersonen unterschrieben, die ein Zeichen gegen rechte Gewalt setzen wollen.

Auch kleingedruckt passen nicht alle Unterstützer auf die Rückseite des Flugblattes, das zu der Demonstration aufruft. Am 10. Februar versammeln sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 17 Uhr vor der DITIB-Moschee in der Veldener Straße.

Von dort geht es durch die Malteser Straße zur Josef-Schregel-Straße und weiter über Schützen- und Kölnstraße zum Kaiserplatz und weiter zur Marienkirche am Hoeschplatz. In dem Gotteshaus beginnt gegen 18.30 Uhr eine Kundgebung, dem sich die Vollversammlung des Bündnisses gegen Rechts anschließt.

Unmittelbarer Anlass für die Demonstration ist die unfassbare Mordserie einer rechtsextremistischen Gruppe, der neun Türken, ein Grieche sowie eine Polizistin zum Opfer gefallen.

Die beiden Tatverdächtigen gefundene CD mit möglichen Anschlagszielen enthält auch die Adressen von 19 Einrichtungen und Einzelpersonen im Kreis Düren.

Um wen es sich dabei handelt, will das Bündnis bewusst nicht öffentlich machen, damit für die Betroffenen keine Gefahren heraufbeschworen werden.

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