Schmidt/Heimbach: Gefährliche Minen im Nationalpark Eifel gesprengt

Schmidt/Heimbach: Gefährliche Minen im Nationalpark Eifel gesprengt

Der Anruf eines besorgten Spaziergängers brachte eine groß angelegte städteübergreifende Aktion von Feuerwehren und dem Kampfmittelräumdienst ins Rollen.

Im Gebiet des Nationalparks Eifel, zwischen dem Schmidter Scheidtbaum, Abenden und Blens fand der Wanderer gleich drei Panzerminen. Da der Fundort der hochgefährlichen Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet zwischen den beiden Eifelstädten Nideggen und Heimbach lag, rückten sofort die Feuerwehren und Ordnungsamtsleiter aus beiden Städten aus, um sich mit den Kampfmittelräumdienst zu treffen.

Jeder der drei so genannten amerikanischen „Antitank” (M1A), die dort vor 65 Jahren nur oberflächlich eingegraben wurden, verfügen über eine Sprengkraft von drei bis vier Kilogramm TNT. Die nahezu 40 Fachkräfte die im Einsatz waren, sperrten in einem Radius von 500 Metern die Minen-Fundstelle ab, die zuvor mit einigen Ballen Stroh abgedeckt wurde.

Die beiden Feuerwehren unter Leitung von Markus Fischer, stellvertretender Wehrleiter von Nideggen und Hans-Georg Valder, Wehrleiter von Heimbach, arbeiteten Hand in Hand mit den Ordnungskräften unter Federführung der beiden Ordnungsamtsleitern Dieter Weber, Nideggen und Peter Cremer, Heimbach.

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienst verwiesen auf die Brisanz der Aktion und wiesen alle Kräfte auf die gebotene Vorsicht im Umgang mit den Panzerminen hin. Einmal lang, zweimal kurz ertönte das Signalhorn, bevor die Minen mit 400 Gramm Sprengstoff ferngezündet und unschädlich gemacht wurden.

„Den Knall habe ich mir lauter vorgestellt”, so die Meinung einiger Anwesender. „Aber die Druckwelle hat mich dann doch erschreckt.” Noch im sicheren Abstand von über 500 Metern kam eine Feinstaubwolke aus Stroh auf die Rettungskräfte nieder.

Drei Stunden dauerte der groß angelegte Einsatz insgesamt. Dabei wurde die Sicherheit - dem Anlass entsprechend - ganz groß geschrieben. Rettungsfahrzeuge standen für den Fall des Falles bereit. Doch alles verlief planmäßig und reibungslos.

„In diesem Teil des Nationalparks herrscht nicht gerade reger Verkehr, aber die Reiterspuren, die unmittelbar an den nur oberflächlich eingegrabenen Minen unübersehbar waren, besorgen mich doch”, so der stellvertretende Wehrleiter Nideggen, Markus Fischer.

Auch wenn die Minen für Panzer gedacht waren und auf leichten Druck sicher nicht reagieren, aber das Gewicht von Pferd und Reiter hätte in diesem Fall sicher ausgereicht, um eine verheerende Explosion auszulösen.

Mehr von Aachener Nachrichten