Düren: Geburtenkontrolle hilft gegen Dürener Taubenplage

Düren: Geburtenkontrolle hilft gegen Dürener Taubenplage

Jeden Tag klettert der Niederauer Taubenzüchter Jakob de Vries auf das Dach der ehemaligen Stadtsparkasse und kontrolliert den Taubenschlag, der hier installiert ist. Vor fünf Jahren hatte Heidi Meier-Grass, Vorsitzende von „Bürger für Düren“ die Idee, hier einen Taubenschlag zu installieren, um die Taubenplage in der Innenstadt zu bekämpfen.

„Damals war die Stadt voller Taubenkot, Bürger fühlten sich belästigt. Heute gibt es keine Taubenplage mehr.“ Jakob de Vries betreibt in dem Taubenschlag eine Art Geburtenkontrolle. Er füttert die Tiere, um sie an den Ort zu binden, den brütenden Weibchen schiebt er Plastikeier unter.

Alle Eier kann de Vries aber nicht austauschen, weil die Tauben sonst weiterziehen würden, um sich neue Nistplätze zu suchen. „Als ich angefangen habe, habe ich auf den Dächern in der Innenstadt über 130 Tauben gezählt. Heute sind es nur noch 25. Und die Dächer sind weitgehends frei von Taubenkot.“ Der Container, der zum Taubenschlag umgebaut wurde, gehört der Sparkasse. Bürger für Düren kann ihn unentgeldlich nutzen.

Ralf Ungermann von der Bauverwaltung der Sparkasse: „Das Konzept hat sich bewährt. Das Taubenproblem hat sich deutlich verringert.“ Das sieht auch Heidi Meier-Grass, die übrigens das Futter für die Tauben aus eigener Tasche finanziert, genau so. „In der Innenstadt haben wir wirklich kein Problem mit den Tauben mehr. Die Vögel werden erst in den Bereichen Eisweise und Paradiesstraße wieder mehr. Eigentlich müssten hier auch Taubenschläge installiert werden.“

(kin)
Mehr von Aachener Nachrichten