Düren-Kufferath: Gebäude symbolisiert den guten Zusammenhalt in Kufferath

Düren-Kufferath: Gebäude symbolisiert den guten Zusammenhalt in Kufferath

Die Filialkirche St. Hubertus in Kufferath ist etwas ganz Besonderes, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands St. Hubert, Heinz Moll. Ein kommunikatives Zentrum des Ortes, ein tatkräftiges Dokument vergangener Zeiten und ein Symbol für die traditionell gute Dorfgemeinschaft, so Moll.

In diesem Jahr feiern die Kufferather, die im Verband mit der Mutterpfarre St. Michael in Lendersdorf stehen, das 50-jährige Bestehen ihrer Filialkirche.

Bereits 1886 hatte eine Gruppe von Dorfbewohnern den Gedanken, eine Kapelle als Gebetsort zu errichten, erfährt man in der vom Kirchenvorstand herausgegebenen Festschrift.

Nach mehreren Versammlungen hatte man bereits das Baumaterial besorgt, konnte sich dann aber zwischen Unter- und Oberdorf nicht auf einen gemeinsamen Standort einigen.

Daraufhin wurde der Bau der Kapelle vertagt und erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als man den Gefallenen eine würdige Gedenkstätte errichten wollte, wieder in Angriff genommen.

1951 gründete sich der Kapellenbauverein unter dem Vorsitzenden Wilhelm Daniels. Noch im selben Jahr übergab die Gemeinde Berzbuir-Kufferath dem Verein kostenlos das Baugrundstück.

Nachdem ein Finanzierungsplan erstellt worden war, wurde im Sommer 1952 das erste Wiesenfest mit Beteiligung der Ortsbewohner und Dorfvereine zugunsten des Kapellenbaus ausgerichtet.

Die Bruchsteine für das Gotteshaus wurden von den Dorfbewohnern in der Nähe von Langenbroich gebrochen und von den Bauern zum Baugrundstück gefahren. 1957 konnte am Schützenfestsonntag die erste Heilige Messe gefeiert werden. Zwei Jahre später, am 8\. November 1959, wurde die Kirche St. Hubertus feierlich eingesegnet.

Die Tradition des alle zwei Jahre stattfindenden Fests, mit dem die Gemeinde beispielsweise Renovierungsmaßnahmen an der Kirche finanziert, wird immer noch aufrecht erhalten und ist ein Höhepunkt im dörflichen Terminkalenders. Auch im Jubiläumsjahr wurde wieder zum Wiesenfest eingeladen.

Nach dem morgendlichen Gottesdienst hatten Gemeindemitglieder und Gäste ausreichend Gelegenheit, das runde Jubiläum zu feiern. Ein Schießstand, Wasserspritzen mit der Feuerwehr, „Bierkrugschieben”, Hau den Lukas, eine Kegelbahn und andere Attraktionen ließen der Langeweile keine Chance.

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