Heimbach: Garant für eine erfolgreiche Festivalwoche

Heimbach: Garant für eine erfolgreiche Festivalwoche

Dr. Hans-Joachim Güttler ist einer ruhiger Mann, einer, der nicht viele Worte macht, aber immer mit anpackt. Einer, der Probleme sieht und am liebsten sofort löst.

Sowie das Problem mit dem Parkplatz am Heimbacher Jugendstilkraft diese Woche. Aber dazu später mehr.

Dr. Hans-Joachim Güttler ist seit etwas mehr als einem Jahr Vorsitzender des Arbeitskreises „Spannungen” im Kunstförderverein des Kreises Düren und damit federführend für die Organisation der Heimbacher Kammermusikwoche verantwortlich. Deswegen wohnt der 62-Jährige seit vergangenen Freitag auch nicht zu Hause in Düren, sondern in Heimbach im Hotel. Um möglichst nah am Geschehen, also den Künstlern und Konzerten zu sein.

„Ich mache selbst Musik und spiele sehr gerne Klavier”, erzählt Dr. Güttler. „Seit vielen Jahren bin ich begeisterter Zuhörer bei den Spannungen und irgendwann hat man mich angesprochen, ob ich nicht im Arbeitskreis mitmachen will. Jetzt bin ich hier sogar Vorsitzender.” Und deswegen musste Güttler sich eben unter anderem auch um das Problem mit dem Parkplatz kümmern. Geparkt wird nämlich in Heimbach normalerweise auf einer großen Wiese direkt am Kraftwerk, und die war nach dem heftigen Regen eine einzige Matschfläche. „Wir mussten ziemlich schnell eine Ausgleichfläche finden”, so Güttler. „ Und haben dann für die Konzertbesucher einen Shuttle-Service zum Kraftwerk eingerichtet”. Alles, so der Vorsitzende des Kunstfördervereins, habe reibungslos geklappt. „Die Leute waren froh über diese Lösung.” Und auch sonst ist Dr. Joachim Güttler mit der Festivalwoche zufrieden. „Wir haben tolle Konzerte erlebt. Es war Spitze. Ich kann wirklich sagen, dass alle meine Erwartungen übertroffen worden sind.” Was ihm am besten gefallen hat, vermag Dr. Hans-Joachim Güttler gar nicht zu beurteilen.

„Ich möchte eigentlich kein Konzert hervorheben. Aber der Donnerstag mit dem Quartett für das Ende der Zeit von Olivier Messiaen war für mich schon besonders.” Und auch das Fortbestehen des Festivals ist zumindest für die kommenden zwei Jahre noch gesichert. Güttler: „Unser Hauptsponsor RWE hat uns bis 2013 Planungssicherheit gegeben. Darüber sind wir sehr froh.” Wenn Dr. Hans-Joachim Güttler nicht in Sachen Spannungen unterwegs ist, ist er leidenschaftlicher Sportler und läuft gerne. „Ich habe viele Interessen”, schmunzelt Güttler. „Aber im Augenblick gehört meine große Liebe dem Sudoku.”

Das sind kleine Zahlenrätsel. „Ich beschäftige mich mit komplizierten Aufgaben”, so Güttler. „Das ist für mich totale Entspannung.” Und vielleicht auch eine gute Vorbereitung. Denn die nächsten Probleme beim Kammermusikfestival „Spannungen” kommen bestimmt.

„Spannungen 2012”: Vom 4. bis zum 10 Juni

Am Samstagabend stehen bei den „Spannungen” Werke von Joseph Haydn, Bedrich Smetana und Leos Janacek im Mittelpunkt. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

An Pfingstsonntag, 12. Juni, gibt es zum Abschluss der Festivalwoche zwei Konzerte. Bei der Matinee um 11 Uhr werden Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Huw Watkins gespielt, abends stehen Maurice Ravel und Robert Schumann im Mittelpunkt des Konzertes. Restkarten gibt es im Festivalbüro unter Telefon 0175/5987970.

Der Termin für „Spannungen 2012” steht auch schon fest. Das Festival findet vom 4. bis 10. Juni statt.