Düren : 1. FC Düren soll Marketinginstrument für Stadt und Kreis sein

Ein Satz könnte symbolisch für Mittwochabend stehen, als die Fusion der Fußballabteilung des GFC Düren 99 mit dem 1. FC Düren offiziell verkündet worden ist. „Macht alles Schritt für Schritt, baut alles solide auf.“ So soll laut FCD-Präsident Wolfgang Spelthahn die Botschaft von Vertretern des Sportausrüsters Nike an die Verhandlungsführer des FCD geheißen haben, als es um die Vertragsdetails ging.

Das beherzigten FCD-Präsident und Landrat Spelthahn, GFC 99-Vorsitzender Henner Schmidt und Bernd Lennartz, der künftige Trainer der ersten Mannschaft. Niemand wollte und konnte konkreten Angaben zum aktuellen Planungsstand des fußballerischen Großprojekts im Kreis Düren machen.

Über die Finanzen, über potenzielle externe Neuverpflichtungen („Es werden einige wenige kommen“), über die Kosten des geplanten — aber noch nicht von der Stadt Düren vergebenen — großen Kunstrasenplatzes gaben die Verantwortlichen keine Details preis. Nur eine Zahl ließ sich Spelthahn entlocken: fünf. So lange läuft der Vertrag mit Nike vorerst, das den 1. FC Düren als „Perspektivteam“ einstufe.

Sie fokussieren sich momentan darauf, mit vereinten Kräften bis zum 15. April alle verbandsrechtlichen Modalitäten nach der Fusion der GFC99-Fußballabteilung mit dem 1. FCD zu klären, um das Projekt nicht frühzeitig wieder begraben zu müssen. Am Wochenende findet die nächste Sitzung des erweiterten GFC 99-Vorstandes statt.

„Wir sind zwar schon exzellent aufgestellt für unsere großen Pläne, aber wir brauchen jetzt jeden Tag bis zur Frist“, bekräftigte Spelthahn. Er betonte auch, dass der Fokus aktuell auf der Tatsache der vereinbarten Kooperation der großen Vereine FC Niederau und GFC 99 liegen soll. Die Sponsorenbasis stehe auch, quasi alle Großsponsoren beider Klubs blieben an Bord, einige Gönner hätten auch erst die Zusage des GFC 99 abgewartet.

„Wir werden auch nicht den Fehler machen, jetzt zu sagen, dass wir bei 50 oder 60 Prozent unseres Ziels Regionalliga angekommen sind“, sagte Spelthahn, der sich am Mittwochabend darum bemühte, Bodenständigkeit zu bewahren: „Erfolg ist mit Geld mathematisch nicht planbar.“

Der FCD-Präsident zeigte sich auch erfreut darüber, dass sich in der jüngsten Vergangenheit immer mehr Personen „dem Projekt öffnen“ wollen.

Spelthahns und Schmidts Vision ist eine Identifikation mit dem ambitionierten Fußballklub, der die größte Arbeit mit lokaler sportlicher und fachlicher Kompetenz leisten will, der sich zum Marketinginstrument für Stadt und Kreis Düren entwickeln soll. Denn irgendwann, sagte Bayern München-Fan Spelthahn, „müssen wir davon träumen, Borussia Dortmund aus dem DFB-Pokal zu werfen“.