Düren: Fußball-Tippspiel startet wieder

Düren : Fußball-Tippspiel startet wieder

„Ohne das Tipp-Spiel hat schon etwas gefehlt. Vor allem sonntags abends, wenn die Ergebnisse feststehen.“ Leo Velden lacht. Der Mann aus Derichsweiler ist genau wie Max Kuschel aus Düren und Rudi Schomberg aus Vettweiß großer Fußball-Fan, hat früher selbst gespielt und kennt die Amateur-Ligen im Dürener Land wie seine Westentasche.

Kein Wunder, dass er und die beiden anderen Herren seit mehr als 15 Jahren beim Fußball-Tippspiel von Dürener Nachrichten und Dürener Zeitung mitmachen. „Das macht einfach großen Spaß“, sagt Schomberg. „Und es geht gar nicht in erster Linie um die 50 Euro, die es zu gewinnen gibt. Es gehr viel mehr darum, dass wir beweisen können, dass wir wirklich Fußball-Sachverstand haben.“

Getippt werden beim Fußball-Tippspiel unserer Zeitung jede Woche jeweils neun Partien von der Mittelrheinliga bis zur Kreisliga A — und zwar nur die Tendenz, also Heimsieg, Auswärtssieg oder Unentschieden. Max Kuschel: „Wir haben alle drei Fußball gespielt und wissen natürlich, welche Mannschaften stark und welche weniger stark sind. Nur zu Beginn der Liga ist es manchmal etwas schwierig, weil man dann nicht weiß, wie die Neuzugänge sich integriert haben. Aber nach ein paar Spielen wissen wir das natürlich auch.“

In der neuen Fußballsaison setzen Kuschel, Velden und Schomberg auf den 1. FC Düren, auch wenn die Drei sich einig sind, dass der neue Verein sein erstes Spiel in der Mittelrheinliga gegen Borussia Freialdenhoven am Freitag verlieren wird. „Freialdenhoven hat mehr Erfahrung“, sagt Schomberg. „Aber grundsätzlich müssten der neue Klub aber schon oben mitspielen. Jedenfalls auf dem Papier.“

In der Bezirksliga setzen die drei erfahrenen Tipper auf Schwarz-Weiß Düren 96 und die Sportfreunde Düren. „Beide sind gut“, sagt Leo Velden. „Auch wenn die Sportfreunde zwei wirkliche Torjäger verloren haben.“ Kuschel, der früher selbst bei den Sportfreunden aktiv war, hört das nicht so gerne. „Die haben aber auch vier neue, ganz gute Spieler“, erwidert er. In der Saison füllen die drei Profi-Tipper jede Woche rund sechs Tipp-Zettel aus.

„Es gelten ja nur die Original-Tippzettel“, sagt Stromberg. „Das macht aber nichts. Meine Nachbarn wissen, dass ich immer mitmache, und versorgen mich mit Zeitungen.“ Klar, dass alle Drei genauestens Buch über ihre Tipps füren. „Das ist wichtig“, sagt Leo Velden, „weil ich ja sonst sonntags abends nicht weiß, wie viele Punkte ich gemacht hat.“ Wenn er seinen Tipp ausgewertet hat, ruft Velden meistens Rudi Schomberg an. „Ich will wissen, wie viele Tipps er richtig hat.“

Darüber hinaus führt Velden auch eine genaue Liste darüber, wie oft er in den Lostopf gekommen ist —bei mehreren Tippern mit derselben Punktzahl entscheidet das Los. „Die Glücksfee war in der vergangenen Saison nicht so oft auf meiner Seite. Überhaupt haben viel mehr Frauen gewonnen als Männer“, sagt Velden. „Mal gucken, was in dieser Spielzeit passiert.“ Übrigens verpassen die drei Herren keinen Fußball-Spieltag und damit auch keinen Tippzettel.

„Ich mache in der Fußballsaison nie Urlaub“, sagt René Schomberg. Und Leo Velden hat seine Tipps sogar schon aus den Ferien in Österreich durchgegeben.

(kin)
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