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Für jede Stunde gibts 1,03 Euro extra

Für jede Stunde gibts 1,03 Euro extra

Düren (an-o) - Mit Beginn der kalten Jahreszeit wird es auch für die Arbeitnehmer in der Bauwirtschaft schwerer: Sturm, Schnee und Frost lassen an so manchen Tagen die Arbeit ausfallen.

Das Arbeitsamt hilft mit mehreren finanziellen Zuwendungen, die Weiterbeschäftigung ganzjährig sicher zu stellen. Nach dem Sozialgesetzbuch (Drittes Buch) beginnt am 1. November die Schlechtwetterzeit, in der Geldleistungen möglich sind.

Kann in der Zeit vom 1. November bis 31. März in einem Baubetrieb wegen der schlechten Witterung nicht gearbeitet werden, so zahlt das Arbeitsamt für jede ausgefallene Arbeitsstunde Winterausfallgeld. Zunächst müssen jedoch die Betriebe für eine bestimmte tarifvertraglich geregelte Stundenzahl den Arbeitsausfall selbst auffangen.

In dieser Zeit zahlt das Arbeitsamt ein so genanntes Zuschuss-Winterausfallgeld von 1,03 Euro pro ausgefallene Stunde. Danach setzt dann das Winterausfallgeld ein, das bei Arbeitnehmern mit Kind circa 67 Prozent, sonst 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts beträgt.

Eine Geldleistung gibt es auch ohne Arbeitsausfall: Arbeitnehmer in der Bauwirtschaft, die auf einem witterungsabhängigen Arbeitsplatz arbeiten, erhalten in der Zeit vom 15. Dezember bis zum 28. Februar für jede geleistete Arbeitsstunde ein Mehraufwands-Wintergeld in Höhe von 1,03 Euro. Damit soll der Mehraufwand pauschal abgegolten werden, der durch die Arbeitsleistung in der witterungsungünstigen Jahreszeit entsteht.

Alle Leistungen sind netto und werden dem Arbeitgeber erstattet, der sie an die Arbeitnehmer auszahlt. Für die Betriebe ist es wichtig, ihre Abrechnungslisten innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Kalendermonaten beim Arbeitsamt einzureichen. Auskünfte beim Arbeitsamt Düren unter Telefon 02421 124223 und im Internet unter www.arbeitsamt.de