Hürtgenwald: Für Hürtgenwalds Sekundarschule könnte es eng werden

Hürtgenwald: Für Hürtgenwalds Sekundarschule könnte es eng werden

Für die geplante Sekundarschule der Kommunen Hürtgenwald, Monschau und Simmerath könnte es eng werden. Die soll zwar erst zum Schuljahr 2013/14 gegründet werden, aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass für die Schule an drei Standorten die Schüler fehlen könnten.

Legt man die aktuellen Anmeldezahlen an den jeweiligen Haupt- und Realschulen der betroffenen Kommunen zu Grunde, stünden derzeit theoretisch 127 Schüler für eine Sekundarschule zur Verfügung. Benötigt würden aber mindestens 150, eher noch 175 Anmeldungen.

Die Gemeinde Hürtgenwald schneidet da noch vergleichsweise gut ab. Mit 31 aktuellen Anmeldungen für die Realschule und 18 Anmeldungen für die Hauptschule würde man fast punktgenau bei 50 Kindern landen, mit denen ein zweizügiger Standort realisiert werden könnte.

Dramatischer sind die Zahlen in Monschau und Simmerath. In beiden Kommunen würde die erforderliche Zügigkeit verfehlt. Und: Man geht derzeit davon aus, dass die Anmeldezahlen zum Schuljahr 2013/14 nochmals um 20 Prozent zurückgehen werden.

Keine Schnellschüsse

Überrascht von den Zahlen ist auch der Hürtgenwalder Bürgermeister Axel Buch: „Wir sind derzeit dabei, die Zahlen aufzubereiten. Ich kann das noch nicht einschätzen.” Handlungsbedarf sich neu zu orientieren sieht Buch allerdings nicht.

Vielmehr müsse man jetzt analysieren, woran es liegen könnte, dass sich die Eltern aus Roetgen eher für einen Schulstandort in Aachen entscheiden würden. Buch: „Das Wahlverhalten der Eltern ist sehr schwer zu kalkulieren. Es ist aber wohl so, dass Eltern bereit sind, für eine gute Schule auch weite Wege in Kauf zu nehmen.”

Dass es für die geplante Sekundarschule an den drei Standorten allerdings im kommenden Jahr eng werden könnte, diese Problematik sieht Buch auch. „Es ist aber jetzt nicht die Zeit für Schnellschüsse”, so der Hürtgenwalder Bürgermeister.