Für das Pilgerhaus "Jerusalem" in Sievernich fehlen 400.000 Euro

Pilgerhaus Severnich : Für den Bau fehlen 400.000 Euro

Ein Wegweiser in Sievernich zeigt die Richtung zu mehreren Städten und deren Entfernung. Bis nach Jerusalem sind es 3200 Kilometer. Zumindest symbolisch rückt die Heilige Stadt bald ein wenig näher an den 450-Einwohner-Ort heran.

Nach ihr wird nämlich das Pilgerhaus benannt, das der Förderverein „Gebets- und Begegnungsstätte Sievernich“ bauen möchte.

Der Baubeginn für das „Haus Jerusalem“ am Bahnhofsweg wird voraussichtlich im Mai sein. Nach einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren soll es dann in dem Neubau einen Vortragsraum für 100 Personen, ein Café und Sanitäranlagen geben. Der etwa 45-köpfige Verein sammelt schon seit mehr als zehn Jahren Spenden, um Pilger in ihren eigenen Räumen begrüßen zu können. Seit eine Seherin von 2000 bis 2005 in Sievernich eine Privatoffenbarung hatte und Maria gesehen haben will, kommen jeden Monat Gläubige zur sogenannten „Blauen Gebetsoase“ zusammen.

Bisher Räume gemietet

Die Gebete und Messen finden in der Kirche statt, das Café sowie Vortragsveranstaltungen muss der Verein in angemieteten Räumen wie dem alten Pfarrhaus anbieten. Der jetzige Vortragsraum in einem ehemaligen Geschäft ist zu klein, bietet nicht genügend sanitäre Anlagen und erfüllt damit nicht die gesetzlichen Auflagen. Der Verein hat deshalb zum Monatsende gekündigt. Vorträge wird es vor dem Einzug in das neue Gebäude also nicht mehr geben, die „Blaue Gebetsoase“ wird aber weiter stattfinden.

Wann genau der Einzug in das „Haus Jerusalem“ sein wird und wie es im Inneren aussehen wird, steht derweil noch nicht fest. Für den Bau fehlen dem Verein noch 100.000 Euro, für die Inneneinrichtung weitere 300.000 Euro. Wie hoch die gesamte Investitionssumme ist, möchten die Verantwortlichen nicht veröffentlichen. Sorge, dass der Bau nicht finanziert werden kann, hat Pfarrer Matthias Speck, Vorsitzender des Fördervereins, nicht. „Wir kriegen das hin. Eigentlich wollen wir keinen Kredit aufnehmen, aber im Notfall machen wir das vielleicht schon.“

Details und Entwürfe des Neubaus auf der Homepage des Vereins: www.maria-die-makellose.de.

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