Kommunales Entwicklungskonzept: Fünf zentrale Handlungsfelder für die Zukunft

Kommunales Entwicklungskonzept : Fünf zentrale Handlungsfelder für die Zukunft

Vier Bürgerforen hatte es vor zwei Monaten bereits für die Ortsteile von Vettweiß gegeben, nun ging es auf dem Weg zum IKEK, dem Intergrierten Kommunalen Entwicklungskonzept, das erstellt werden soll, einen weiteren Schritt vorwärts.

Bisher hatten sich insgesamt rund 120 Bürger beteiligt, zum fünften Bürgerforum am Montagabend kamen erneut 30 Interessierte, um sich einzubringen.

Konkret geht es beim IKEK darum, wie Vielfalt und Stabilität der ländlichen Strukturen erhalten werden können. Rüdiger Wagner von der Kölner Firma Jung Stadtkonzepte hatte die bisherigen Erkenntnisse mitgebracht – in großen Tabellen oder notiert auf Karten der einzelnen Ortsteile. Was also bei Ortsbegehungen, Gesprächen mit der Verwaltung, Datenanalysen und den Bürgerforen bisher zusammengetragen wurde, stand nun zusammengefasst zur Debatte.

Die Planer aus Köln leiteten aus allen bisherigen Ergebnissen vier Handlungsfelder ab, die sie nach den angeregten Gesprächen an diesem Abend um ein weiteres ergänzten: „Siedlungsentwicklung und Nahversorgung“, „Soziales Miteinander und Bildung“, „Mobilität, Energie und Klimaschutz“, „Freiraum und Freizeit“ sowie zusätzlich noch „Wirtschaft und Wirtschaftsförderung“. Zu den ersten vier hatten die Experten Leitbilder, Ziele und Projekte formuliert. Ein Beispiel: Im Handlungsfeld mit den meisten Unterpunkten „Mobilität, Energie und Klimaschutz“ ist unter anderem das Leitbild „Zukunftsfähige Mobilität schaffen“ formuliert. Dazu gibt es fünf Ziele, eins davon lautet: „Verkehrsberuhigte und barrierefreie Maßnahmen schaffen“. Dem wiederum zugeordnet wurden vier konkrete Projekte, wie „Gefahrenfreier Straßenübergang an der Heerstraße in Lüxheim entwickeln“. Am Ende des Abends fanden sich mehrere bunte Klebepunkte hinter diesem Projekt. Einige Anwesende hatten sie also als wichtig markiert. Von den Bürgern auf diesem Wege eine Priorisierung zu bekommen, war Rüdiger Wagner wichtig.

Er fasste mehrere Wünsche zusammen, die die Bürger unabhängig vom Ortsteil genannt hatten: Betreutes Wohnen, die Bindung junger Familien, mehr Kitaplätze, ein Café, mehr Bauland und die Stärkung der Vereine. Grundsätzlich sagte Wagner, dass den Vettweißern die Themen Verkehr und Mobilität, besonders der Parkraum und die Bushaltestellen, die Stärkung des Zusammenhaltes, speziell mit Blick auf die Vereine, sowie die Nahversorgung am Herzen lägen. Dies wird in dem Entwurf berücksichtigt, den die Planer bis Ende des Jahres der Verwaltung vorlegen wollen. Nach aktuellem Plan kommt der fertige Bericht im Februar in die politischen Gremien. (wel)

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