Düren: Freies Surfen in Dürens City

Düren: Freies Surfen in Dürens City

Die Innenstadt von Düren soll mit einem kostenlosen WLAN-Netz ausgestattet werden. Auf dem Marktplatz und in Teilen der Kölnstraße hat das Rathaus die technischen Voraussetzungen geschaffen, ebenso im Bürgerbüro. Folgen soll nun die gesamte City. Dazu ist aber die Mitarbeit der Händler und Immobilienbesitzer notwendig.

„Wir wollen eine Debatte anstoßen“, sagte am Montag Kämmerer Harald Sievers; digitale Informationstechnologie fällt in seinen Aufgabenbereich. „Der kostenlose Internetzugang ist ein Marketinginstrument für Düren“, sagte Bürgermeister Paul Larue.

Die Kosten, die der Stadt entstanden, sind überschaubar. Es sei lediglich notwendig, einige sogenannte Rooter zu kaufen und einen weiteren Internetzugang zu buchen. Damit geht es um einige Hundert Euro. So viel müsste der einzelne Geschäftsmann gar nicht in die Hand nehmen. Grundsätzlich reicht ein Rooter, der einmalig zwischen 15 und 60 Euro kostet.

Die Stadt arbeitet mit dem Verein „Freifunk Community“ zusammen. Die Ehrenamtler übernehmen nicht nur eine technische Beratung, sondern sind auch bei der Installation der Soft- und Hardware behilflich. Der Verein finanziert sich aus freiwilligen Spenden oder Beiträgen. In der Regel zahlen die bislang 160 Mitglieder 60 Euro im Jahr.

Vereinssprecher Gunther Neubert sagte gestern, dass das freie WLAN-System im Hinblick auf die Sicherheit keine Gefahr darstelle. Mit einer speziellen Tunnel-Technik sei das private Netz nicht tangiert. Je mehr Rooter es in der City gibt, desto besser funktioniere das Netz.

Einmal eingewählt können die Internetnutzer dann in der gesamten City kostenlos surfen. Kurth Gothe, der Vorsitzende der Cityma Düren, sprach von einem interessanten Angebot für den Handel. Die Stadt prüft, ob künftig auch das Rathaus eingebunden werden kann. Interessenten können sich per Mail an kontakt@freifunk-dueren.de wenden.

(inla)
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