Düren: „Frau Höpker“ sorgt im Haus der Stadt für Stimmbandmuskelkater

Düren : „Frau Höpker“ sorgt im Haus der Stadt für Stimmbandmuskelkater

Wenn „Frau Höpker“ zum Gesang bittet, ist ein unterhaltsamer Abend garantiert. Und mancher Dürener wird sich nach dem Mitsingkonzert im Haus der Stadt gefragt haben, ob es wohl so etwas wie Stimmbandmuskelkater gibt. Drei Gesangsblöcke zu je 40 Minuten waren eine Herausforderung.

Der Altersdurchschnitt lag bei Mitte/Ende 40. Nur für Ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen waren Stuhlreihen aufgebaut, denn im Stehen lässt sich viel besser singen.

Ganz in Weiß — aber ohne Blumenstrauß — betrat „Frau Höpker“ die Bühne, verwies auf ihr aktuelles Frühlingsrepertoire von 191 Songs und legte los mit „Über den Wolken“, dem Reinhard-Mey-Klassiker. Das Publikum hatte sie sofort gepackt. Spätestens beim Henry-Valentino-Song „Im Wagen vor mir” sang auch der letzte Besucher kräftig mit. Die Passagen wurden aufgeteilt in die für Männer und die für Frauen und den Refrain, den alle sangen. Bei „Rata rata, rattatatata“ wurde es richtig laut im Haus der Stadt.

„Frau Höpker“ heißt mit Vornamen Kathrin, was kaum jemand weiß, und bestreitet mit ihrem Ehemann und Manager rund 100 Auftritte im Jahr. Natürlich können bei einem Auftritt nicht alle 191 Lieder gesungen werden. Deshalb trifft „Frau Höpker“ bei jedem Auftritt eine andere Auswahl, je nach Publikum. Jedes Mitsing-Konzert ist also einzigartig.

Passend zum angekündigten Comeback der schwedischen Popgruppe ABBA gab‘s daher in Düren die „Dancing Queen“ — vom Publikum nahezu perfekt interpretiert. Mit Mark Forsters „Wir sind groß“ endete der erste Teil.

Die zierliche Frau bringt Säle zum Toben. So auch in Düren. Ihr Lebenslauf ist nicht langweilig. Ein Lehramtsstudium ist auch dabei. Das erklärt dann auch den „Leise-Fuchs“ zu Beginn und die kleinen Sticheleien in Richtung Lehrer und Erzieher.

(wey)
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