Forderung der AG „ProRad“ - Bessere Radwege statt vierspurige B56 Forderung der AG „ProRad“: Bessere Radwege statt vierspurige B56

Forderung der AG „ProRad“ : Bessere Radwege statt vierspurige B56

Die 2015 gegründete Arbeitsgemeinschaft „ProRad“ begrüßt, dass die Pläne, eine gute Radverbindung zwischen Düren und Jülich zu verwirklichen, nun offenbar konkret zu werden scheinen, auch wenn aus dem ursprünglich geplanten Radschnellweg nun eine Radvorrangroute geworden ist.

[Link auf http://www.prorad-dn.de] „Dass die Route asphaltiert ausgeführt wird, werden Radfahrer zu schätzen wissen“, betont AG-Sprecher Rob Maris. Insbesondere Pendlern werde ein zügiges Vorankommen ermöglicht, ohne dass die Kleidung bei schlechtem Wetter mehr als notwendig in Mitleidenschaft gezogen werde.

Die Kosten für den Bau der Radvorrangroute, die inklusive der Sicherung von Bahnübergängen und Kreuzungen nach Auskunft der Kreisverwaltung mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt wurden (bei einem voraussichtlichen Eigenanteil des Kreises von rund 35 Prozent) wären gut investiertes Geld, schließlich könnte der Anteil der Radfahrer am Individualverkehr mit einer attraktiven Verbindung zwischen den beiden größten Städten im Kreisgebiet nennenswert erhöht werden.

„Allerdings dürfen über die Planungen für die Radvorrangroute auf keinen Fall die dringend notwendigen Investitionen in städtische Radinfrastrukturmaßnahmen vergessen werden“, mahnt AG-Sprecher Maris. „In Düren werden zurzeit in erster Linie Schutzstreifen markiert.“ Dies werde aber nicht dazu führen, dass mehr Bürger auf das Fahrrad umsteigen, ist „ProRad“ überzeugt. „Dies kann aus unserer Sicht nur erreicht werden, wenn insbesondere an stärker befahrenen Straßen eine Trennung zwischen Autoverkehr und Radverkehr hergestellt und in moderne, baulich getrennte Radwege investiert wird.“

Die Radlobbyisten sind überzeugt, dass eine attraktive Radroute zwischen Düren und Jülich dazu beitragen könne, dass der ohnehin umstrittene vierspurigen Ausbau der Bundesstraße zwischen Huchem-Stammeln und Jülich, überflüssig würde. „Darüber hinaus steht die Erkenntnis, dass eine höhere Leistungsfähigkeit von Straßen zu mehr Verkehr führt, in krassem Gegensatz zu den notwendigen Maßnahmen zum Schutz unseres Klimas“, betont Maris. Dem Klimaschutz würde es laut„ProRad“ dienen, die für den Ausbau der B56 veranschlagten 50 Millionen Euro umzuwidmen für Investitionen in den Umweltverbund der beiden Städte Düren und Jülich. Aus Sicht von „ProRad“ müsse dringend in eine städtische Radinfrastruktur investiert werden, die diesen Namen auch verdiene. „Eine Umwidmung der Mittel würde es erlauben, zu klotzen statt zu kleckern, und kurzfristig konkrete Ideen entwickeln zu können“, ist Maris seitens der AG überzeugt.

www.prorad-dn.de

(ja)
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