Heimbach: Flugshow auf Burg Hengebach: Kopf einziehen, wenn „Aika“ kommt

Heimbach: Flugshow auf Burg Hengebach: Kopf einziehen, wenn „Aika“ kommt

Ein andächtiges Raunen ging durch die Menge, als Weißkopfseeadler „Aika“ vom Bergfried der Burg Hengebach startete. Und während sich der mächtige Greifvogel mit einem Gewicht von fünf Kilo und einer Flügelspannweite von 2,60 Metern dem Grünhof näherte, zogen einige Besucher vorsichtshalber die Köpfe ein, bevor „Aika“ nach seinem majestätischen Gleitflug punktgenau auf dem ausgestreckten Arm der Falknerin landete.

In gewohnt launiger Moderation informierte Karl Fischer, Chef der Greifvogelstation Hellenthal, über die biologischen Besonderheiten seiner Flugkünstler und kommentierte es humorvoll, wenn einer der Greife einen kurzen Zwischenstopp auf einer der Burgmauern einlegte.

Der fünfjährige Nils hat keine Angst vor den großen Tieren. Foto: bwp

„Bei diesen Wetterverhältnissen gibt es wenig Thermik. Da müssen die richtig arbeiten und das wollen die auch nicht immer“, meinte er lachend.

Mit insgesamt vier Falknern und sechs Vögeln war Karl Fischer auf Einladung des Gastronomen-Ehepaars Ostlender nach Heimbach gekommen. „Seitdem wir hier auf Burg Hengebach das romantische Trauzimmer haben, lassen sich viele Brautpaare ihre Eheringe von einem der Adler einfliegen“, erzählte Jenny Ostlender.

„Deshalb stehen wir stets in engem Kontakt mit der Hellenthaler Greifvogelstation.“ Schließlich heiraten so manche Liebende auf der Burg.

Könige der Lüfte

Nach der Flugschau nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich die Könige der Lüfte aus nächster Nähe anzuschauen: „Queen“, einen afrikanischen Schreiseeadler, „Aika“, den amerikanischen Weißkopfseeadler, die beiden Wüstenbussarde und den mächtigen Andenadler. Absoluter Publikumsliebling war der drei Monate alte Jagdfalke „Balou“, der im Grünhof der Heimbacher Burg seinen ersten öffentlichen Flug absolvierte.

Großes Gedränge setzte ein, als Karl Fischer die Gelegenheit bot, sich mit einem der ausgewachsenen Greifvögel auf dem Arm ablichten zu lassen.

Der fünfjährige Nils war der Erste, der sich mutig den dicken, ledernen Falknerhandschuh über den linken Arm streifte und dem darauf hockenden Vogel beherzt in die Augen schaute.

Danach war das Eis gebrochen und jeder wollte ein Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen. Auch das gesamte Team des Burgrestaurants „kochKUNST“ ließ sich mit den Greifvögeln ablichten, obwohl mancher von ihnen Geflügel lieber in der Küche verarbeitet, als solch ein mächtiges, lebendiges Tier auf dem Arm sitzen zu haben.

(bwp)