Düren: Flüchtlingskinder und Profi-Künstler im Team

Düren : Flüchtlingskinder und Profi-Künstler im Team

In einem außergewöhnlichen Projekt arbeitete der Berliner Künstler Tom Früchtl mit Flüchtlingskindern im „WerkHAUS 5“ der LVR-Klinik Düren zusammen. Gemeinsam haben sie sich dem Bau einer großen, beinahe raumfüllenden Ameisenkönigin verschrieben, die später in Viersen ausgestellt werden soll.

Das Team des „WerkHAUS 5“ um Anita Derbe realisiert weitere Projekte für Flüchtlingskinder mit externen Künstlern. Für das aktuelle Vorhaben konnte Tom Früchtl gewonnen werden. Der in München geborene und in Berlin lebende Künstler studierte unter anderem an der Akademie für Bildende Künste in München, wurde 2017 mit dem Dahlmann-Preis in Düren ausgezeichnet und machte sich durch beeindruckende Installationen einen Namen, bei denen fast ausschließlich Papp- und Papierreste Verwendung fanden.

Insgesamt nur fünf Tage benötigte die Gruppe von Flüchtlingskindern, die bereits wiederholt im „Haus 5“ zu Gast war, um unter pädagogisch und handwerklich geschickter Anleitung von Tom Früchtl zum Ziel zu kommen.

Der Künstler und die Kinder waren zunächst mit der ausführlichen Planung des Werks und der Beschaffung geeigneter Materialien beschäftigt. Anschließend bauten sie die überdimensionierte Ameise in drei Teilen, um sie am Ende unter großer Aufregung aller Beteiligten zusammenzufügen und bunt anzumalen.

Nun nimmt das Insekt fast den gesamten mittleren Raum im Erdgeschoss vom „Haus 5“ ein und wartet auf den Abtransport zum Ausstellungsort in Viersen. Dies findet Anita Derbe schon fast bedauerlich, erinnert das Gesamtwerk doch, so die erfahrene Kunsttherapeutin, „an ein von Lebendigkeit, Kreativität und Frohsinn getragenes Vorhaben, das so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.“

Mehr von Aachener Nachrichten