Düren-Birkesdorf: „FITOC”: Viel Bewegung und gesunde Ernährung für übergewichtige Kinder

Düren-Birkesdorf : „FITOC”: Viel Bewegung und gesunde Ernährung für übergewichtige Kinder

Das St. Marien-Hospital Birkesdorf veranstaltet am Dienstag, 21. April, 18.30 Uhr, einen Informationsabend über das so genannte „FITOC”- Programm. Alle betroffenen und interessierten Familien mit übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sind herzlich eingeladen sich in der Pflegeschule des St. Marien-Hospital zu dem sportorientierten Therapieprogramm zu informieren und das interdisziplinäre Team kennen zu lernen.

Seit dem Sommer 2000 führt das St. Marien-Hospital in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Freiburg und von den Krankenkassen unterstützt das sogenannte „FITOC”-Programm gegen krankhaftes Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen durch. Insgesamt nahmen bisher 400 Mädchen und Jungen an dem sportorientierten Programm teil, dessen Hauptziel in einer langfristigen Ernährungs- und Bewegungsumstellung besteht.

Ausgangspunkt des ambulanten Programms bilden medizinische Eingangsuntersuchungen, die den Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen dokumentieren, Grunderkrankungen ausschließen und über die Teilnahme maßgeblich entscheiden. In die Praxis starten die Gruppen jeweils für ein Jahr nach den Sommerferien.

Neben dreimal Sport pro Woche (davon einmal Schwimmen) lernen die Kinder an Kochnachmittagen (einmal im Monat) in Theorie und Praxis eine gesunde Ernährungsweise, während die Eltern dies in Elternkochabenden ebenfalls vertiefen.

Schwerpunkt ist nicht das Purzeln der Kilos, sondern wieder Freude und Spaß an der Bewegung zu gewinnen, Alltagsaktivitäten zu steigern, gemeinsam als Familie Veränderung zu erleben und medizinische Parameter zu verändern (zum Beispiel den Cholesterin-Spiegel).

Zum Abschluss der Maßnahme kann unter anderem über den „Body-Mass-Index” (BMI) in den meisten Fällen bei den Kindern und Jugendlichen festgestellt werden, dass sich ihre Körperstruktur verändert, Fettmasse abgebaut und Selbstbewusstsein aufgebaut hat, zum Teil ging die Gewichtsentwicklung sogar in das „Normalgewicht” hinein. Äußerungen von Müttern wie „ich erkenne mein Kind nicht mehr, sie ist so offen und fröhlich geworden” bestärken das „FITOC”-Team, bestehend aus Ärzten, Psychologen, Oecotrophologen und Sportlehrerinnen, eine solche Maßnahme auch weiterhin fortzusetzen.

Im Sportunterricht erlernten die Kinder neben Sportspielen (Badminton, Handball) Vertrauen in ihren Körper und ihre körperlichen Grenzen zu erfahren. Die Kinder fühlen sich nicht nur „topfit”, wie die medizinischen Kontrolluntersuchungen für 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen bestätigen, sondern auch in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.

Die ersten „FITOC”-Gruppen sind, wie langfristige Kontrolluntersuchungen ergeben haben, sportlich weiterhin engagiert, zum Teil betreiben sie mittlerweile Sport in Vereinen und ernähren sich bewusster. Da sie aber auch als Gruppe zusammenbleiben wollten, bietet das St. Marien Hospital ihnen weiterhin die Möglichkeit wöchentlich sportlich aktiv zu bleiben.

Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das Programm auch in diesem Jahr wieder für 8 bis 11 Jahre alte Kinder wiederholt. Und auch die Gruppe für 12-18 Jahre alte Jugendliche („FITOC-MAXI”) wird weiter angeboten.

Aus organisatorischen Gründen bittet das Marien-Hospital um Anmeldung zum Informationsabend unter 02421/805270 (gegebenenfalls Anrufbeantworter). Pro Jahr stehen insgesamt 50 „FITOC”-Plätze für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Für weiterführende Fragen steht das „FITOC”-Team unter 02421/805270 oder 805276 zur Verfügung.