Niederau: FC Niederau: Bernd Virnich setzt auf die eigene Jugend

Niederau: FC Niederau: Bernd Virnich setzt auf die eigene Jugend

„Manche brauchen vielleicht eine etwas längere Anlaufzeit, aber alle Jungs haben Landesliga-Potenzial“, ist Trainer Bernd Virnich sicher, dass der FC Niederau mit acht Neuzugängen aus der eigenen A-Jugend auch in der kommenden Landesliga-Saison nicht unter die Räder kommen wird.

Im Gegenteil: „Wir werden unseren Gegnern fußballerisch immer mal wieder überlegen sein, allerdings werden wir diese Spiele nicht unbedingt gewinnen. Uns fehlt noch Erfahrung.“ Beunruhigen lässt sich Virnich angesichts der anstehenden Integration seiner Schützlinge jedoch nicht: „Wir haben in der Vorbereitung nicht unbedingt berauschende Ergebnisse erzielt. Wichtig ist aber, dass wir ab der Rückrunde immer weniger Fehler machen, die wir den Jungs in der Hinrunde zugestehen müssen.“

Fast schon gewöhnt ist man beim FCN daran, jährlich den Kader umbauen zu müssen. Starke Eigengewächse verlassen den Verein, neue Spieler müssen geformt werden. Verlassen haben Philipp Simon (FC Bergheim 2000), Florian Jülich (Germania Binsfeld), Niklas Zang (Merzenich), Jannis Steltzner (Viktoria Arnoldsweiler), Yannick Kuhnke (Borussia Freialdenhoven) und Daniel Schippers (TuS Schmidt) den FC — David Böhnke muss beruflich bedingt passen.

„Man sieht die Abgänge zwar mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge. Schließlich ist man stolz, wenn es ein Spieler bei einem höherklassigen Verein schafft. Das ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit“, freut sich Virnich, dass Spieler wie Simon, Kuhnke und Steltzner auch bei ihren neuen Klubs angehende Leistungsträger sein dürften.

Daniel Bleja, Patrick Kalla, Fabian Spies, Alexander Hürtgen, Julian Fröschen-Weckauf, Julian Wiersberg, Nico Schröteler und Lukas Vilz heißen die acht A-Junioren, die zum neuen 23-Mann-Kader gehören. „Ich habe vor drei Jahren — als diese jungen Spieler noch zum älteren B-Jugend-Jahrgang gehörten — gesagt, dass ich genau mit diesen Spielern die Niederauer Zukunft aufbauen möchte“, setzt Visionär Virnich voll und ganz auf die dazu gestoßenen Jungspunde. Vergessen sollte man allerdings auch nicht die externen Neuzugänge. Lukas Kraus kommt von der SG GFC Düren 99 und belebt das spielstarke Mittelfeld.

Der schon seit Winter mittrainierende Florian Uerlichs (Sportfreunde Düren) ist nun auch spielberechtigt und macht Hoffnungen auf Stabilität in der Defensive: „Ulle ist als ehemaliger und neuer Niederauer kein Fremdkörper. Er lebt diesen Verein und ist eine absolute Stütze. In den Testspielen zeigte sich, dass er David Böhnke oder Daniel Schippers zu 100 Prozent ersetzen kann.“

Außerdem wurde der Japaner Yukako Wakaki von Gert Engels Fußballschule „Soccerlife“ an die Niederauer vermittelt. „Wir brauchten noch einen Spieler für die Breite. Leider sind drei unserer acht neuen A-Junioren längerfristig verletzt. Nico Schröteler ist erst letzte Woche nach einem Kreuzbandriss wieder ins Training eingestiegen. Lukas Vilz hat eine Patellasehnenentzündung und Fabian Spies hat mit muskulären Problemen zu kämpfen. Insgesamt haben wir mehr Qualität in der Breite, wenn alle Spieler fit sind.“

Ein großes Problem im Abgang der bisherigen FCN-Torjäger sieht Bernd Virnich nicht: „Es gibt ja trotzdem einige Jungs bei uns, die in der Lage sind, einen Ball aus zehn Metern über die Torlinie zu drücken.“