Heimbach: Faszinierende Bilder mit der Sticknadel geschaffen

Heimbach: Faszinierende Bilder mit der Sticknadel geschaffen

„Facetten der Stick-Kunst“, so heißt die Ausstellung, die am Sonntag im Haus des Gastes eröffnet wurde. Wer nun an altmodische Gobelins denkt, der sollte hingehen und sich von der Vielfalt der Arbeiten, der Fantasie der Künstlerin und Hingabe an eine alte Kunst überzeugen.

Ute Kühr aus Mechernich-Weyer malt mit der Sticknadel. Sie beherrscht nicht nur den Kreuzstich, den Stielstich und den Hohlsaum, wie es die Mädchen vor Jahrzehnten in der Handarbeitsstunde lernten.

Sie hat sich in Schwarzstickerei und Goldstickerei weitergebildet, hat Nadelmalerei und Stumpwork studiert, und zwar an der International School für Textile Art in Frankfurt. Staunend schritten die recht zahlreichen Besucher durch die Räumlichkeiten im Haus des Gastes. Geometrische Muster, auf handgemachte Geschenkschachteln gestickt, Tierbilder, beispielsweise ein stolzer Hahn in Pastelltönen, eine glitzernde Libelle, mit Silberfäden aufgestickt, dies alles gab es zu bewundern.

Am meisten fesselten wohl die dreidimensionalen Bilder, für die die Künstlerin im „freien Sticken“ einen unglaublichen Ideenreichtum, schier endlose Geduld und ein profundes Können eingesetzt hat. Im grün-bunten „Dschungel“ zum Beispiel ist nicht nur der Untergrund von Hand genäht, sämtliche Blätter, Äste und Blüten wurden gestickt, geformt, aufgenäht. Teils witzige Applikationen werden zu Tieren, ein zotteliger Affe, ein bunter Papagei, eine kecke Echse tauchen auf. Auch die originellen kleinen Geschenke, liebevoll bestickte Stiefelchen, einzigartige Kreationen von Grußkarten, wunderschöne Engelbilder ließen die Betrachter nicht los.

Die stellvertretende Bürgermeisterin, Evelin Fleuth, drückte ihre Freude und Bewunderung aus: „Ich habe eine solche Ausstellung noch nicht gesehen. Ich wünsche Ihnen viele Besucher und die gebührende Beachtung.“

Täglich kann man die außergewöhnliche Ausstellung im Haus des Gastes besuchen, und zwar zwischen 14 und 17 Uhr. Noch bis Sonntag, 1. Dezember, ist sie zu sehen.

(ale)