„Fantastische Tierwesen“: Ausstellung in „Villa Vishkanya“ in Heimbach

„Fantastische Tierwesen“ : Kunst, wo das Auge hinblickt

Neun Künstler, neun verschiedene Kunststile und eine Menge Besucher – vergangenen Samstag hat die „Villa Vishkanya“ in Heimbach ihre Pforten geöffnet und lud zu einer Ausstellung der besonderen Art ein. Unter dem Motto „Fantastische Tierwesen“ wurde eine bunte Mischung der Kreativität präsentiert.

Seit vielen Jahren realisiert Peer Krischbin in Zusammenarbeit mit der Künstlerinitiative Augenweide Kunstprojekte aller Art. Poetry Slam, Pantomime, Malen und Zeichnen – jedes Jahr wird sein Zuhause Schauplatz künstlerischen Schaffens.

Für Kreativ-Koryphäe Krischbin ist es ein leichtes, in alltäglichen Dingen das Schöne und Künstlerische zu erkennen. „Eines nachts“, erzählte er, „hat eine Horde Wildschweine die Wiese vor meinem Haus umgewühlt.“ Gemeint ist die „Villa Vishkanya“ in Heimbach, die der ehemalige Creative Director einer amerikanischen Werbeagentur bewohnt. „Zuerst war ich verärgert, doch dann erkannte ich, dass eigentlich ein wunderbares Landschaftsbild auf meiner Wiese entstanden war.“

Dieser Vorfall inspirierte ihn bei der Namensgebung seiner diesjährigen Ausstellung „Fantastische Tierwesen“, zu der er für das Wochenende neun Künstler aus dem Raum Düren, Köln und Düsseldorf zu sich eingeladen hatte.

Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: So zeigte zum Beispiel der Dürener Klaus Dauven sein Können mit dem Hochdruckreiniger. Mit Wasserdruck verwandelte er einen ausrangierten Pool auf dem Gelände der Villa in ein Stück Kunst. „Speed-Carving“-Künstler Woody Reinhartz schmiss die Kettensäge an: in 45 Minuten Detailarbeit wurde aus einem Baumstamm ein Tiermotiv.

„Cake Queen“ Steffi Thurlby erschuf einen sagenhaft verzierten Kuchen, Siggi Victor zauberte per Pinsel Froschbilder auf Leinwände. Der Wanderzirkus „Schweinepriester“ animierte die Besucher zum Mitmachen und gab ein Improvisations-Stück zum Besten.

Diese und weitere Künstler gestalteten einen kurzweiligen Samstagnachmittag, der den Gäste sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Interessierte haben die Möglichkeit, bis Dienstag, 25. Juni, jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr die entstandenen Werke zu besichtigen.

(nie)
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