Wichtige Zeugin fehlt: Falschgeld-Prozess geht kaum voran

Wichtige Zeugin fehlt : Falschgeld-Prozess geht kaum voran

Der Prozess um mehrere in Umlauf gebrachte falsche 50-Euro-Scheine vor dem Dürener Schöffengericht ist erkennbar ins Stocken geraten. Angeklagt ist ein Paar aus Düren, das offenbar im Frühjahr 2017 in drei Geschäften mit so genannten „Blüten“ bezahlt hat und in zwei weiteren Fällen beim Ausgeben der falschen Banknoten aufgefallen war.

Gleichwohl geben sich der 26-jährige Mann und die drei Jahre jüngere Frau bei der Frage, ob sie die Fälschungen erkannt haben oder davon etwas wussten, ahnungslos. Zur Herkunft der falschen Fünfziger erklärte den Mann, dass er über eine Internet-Plattform ein E-Bike verkauft und dafür 450 Euro in neun 50-Euro-Scheinen erhalten habe. Das Geld habe er in die gemeinsame Haushaltskasse gelegt. Es sei dann von seiner Lebensgefährtin ausgegeben worden.

Zum Fortsetzungstermin waren zwei Polizeibeamte geladen, die Anfang März 2017 die Anzeige schrieben, nachdem die angeklagte Frau in einem Schnellrestaurant an der Kuhgasse mit einer Blüte hatte bezahlen wollen und dabei aufgefallen war. Beide Ordnungshüter hatten nach anderthalb Jahren keine konkreten Erinnerungen an den Einsatz. Auch die Frage nach dem Wiedererkennen der Beteiligten verneinten sie.

Eine wichtige Rolle spielt aus Sicht der Staatsanwaltschaft eine weitere Zeugin, die damals als Kassiererin in einem Verbrauchermarkt in Kreuzau arbeitete. Diese Zeugin soll nun zum nächsten Fortsetzungstermin am Dienstag, 30. Oktober, 16 Uhr, im Sitzungssaal 1.07 des Dürener Amtsgerichts erneut und ordnungsgemäß geladen werden.

(hp.)
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