Nörvenich/Düren: Ex-Oberkreisdirektor Josef Hüttemann besucht das Schloss von Nörvenich

Nörvenich/Düren: Ex-Oberkreisdirektor Josef Hüttemann besucht das Schloss von Nörvenich

Bedauerlich fanden es jüngst die Gastgeber im Nörvenischer Schloss, dass das Museum im Schloss immer noch mehr auswärtige Besucher zählt als Bürger von Nörvenich und des Kreises Düren.

Das Problem liege auch bei Lehrern in der Gemeinde Nörvenich, „die noch nie im Baudenkmal waren und daher auch Kindern kein heimatkundliches Wissen vermitteln.”

Das erfuhr der Ex-Oberkreisdirektor Josef Hüttemann (CDU), als er mit einer Delegation des Kreiszirkels „Klause” aus Düren eine Informationsfahrt durch die Gemeinde Nörvenich unternahm und Einkehr im historischen Schloss hielt.

Zur Delegation gehörten unter anderen der Vorsitzende der Vereinigung, Otmar Schüttemeyer, und Dr. Gundolf Junker sowie Kassenwart Gerd Spieß. Die „Klause” ist ein Zirkel von Bürgern, denen Heimat und Traditionen sehr wichtig sind. Die Vereinigung gehört zum Kartellverband Katholischer Deutscher Studentenvereine KV, dessen Gründung auf das Jahr 1865 zurückgeht.

Bei der Versammlung im Rittersaal des Schlosses informierte Hüttemann die Runde über die Baudenkmäler Schloss Nörvenich und die an den Friedhof grenzende Harffsche Burg. Beide sind Zeugen der Vergangenheit und in unterschiedlichem Zustand: Das Schloss als weltoffenes international bekanntes Kulturzentrum und die Burg als unzugängliche Ruine.

Nörvenich habe sich beharrlich positiv weiter entwickelt, betonte Hüttemann. Dabei trage das Schloss seit 1980 zum Ansehen des Ortes wesentlich bei. Hinzu komme, dass das Baudenkmal nach wie vor aus privaten Mitteln und ohne jede Finanzhilfe des Kreises Düren, des Landes oder des Bundes unterhalten werde.

Die Schlossverwaltung dankte beim Besuch allen, die das kulturelle Leben im Schloss in irgendeiner Form unterstützen. Ex-Oberkreisdirektor Josef Hüttemann gehörte bereits in seiner Amtszeit zu jenen, die sich für die Entwicklung der Kreisregionen an den Nachbargrenzen engagiert.

Mehr von Aachener Nachrichten