Düren: Evivo: Ein Sieg wäre eine große Überraschung

Düren: Evivo: Ein Sieg wäre eine große Überraschung

Der Meister kommt. Und damit droht dem Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren die zehnte Niederlage im 14. Spiel. Denn ein Sieg gegen den VfB Friedrichshafen am Sonntag um 16 Uhr in der Arena wäre eine große Überraschung.

Düren bleibt in der Bundesliga hinter seinen Erwartungen zurück. Das gilt zwar mit Abstrichen auch für den Meister vom Bodensee, der Tabellenführer Generali Haching bis zum Beginn der Playoffs nicht mehr aus eigener Kraft einholen kann. Wiederholt der VfB aber nur ansatzweise die Leistung aus dem Spiel am Mittwoch, dann dürfte Düren einen äußerst schweren Stand in heimischer Halle haben.

Friedrichshafen hat das russische Top-Team Zenit Kazan in der Champions League geschlagen. Als erste Mannschaft in dieser Saison.

Wie schon beim Auswärtsspiel in Unterhaching muss Düren darauf hoffen, dass der Favorit nicht an seinem oben Level spielt, sondern einen vergleichsweise normalen Tag erwischt.

Ruft Düren dann die Leistung aus dem ersten Satz vom vergangenen Sonntag ab, dann ist die Überraschung möglich. In Haching war Evivo unter diesen Voraussetzungen bis zum Beginn des zweiten Satzes konkurrenzfähig.

„Da haben wir sehr gut gespielt”, deutete Kapitän Jaromir Zachrich an, dass die Mannschaft auf diese Leistung aufbauen will. Dann ließ Düren abreißen. Vor allem, weil sie mit Joe Deimeke den nächsten Verletzten verkraften mussten.

Training verpasst

Der US-Amerikaner steht gegen den VfB nicht zur Verfügung. Allerdings hat Düren jetzt im Training eine Woche lang Zeit gehabt, sich auf diese Situation vorzubereiten. Insofern von Vorbereitung die Rede sein kann.

Nicolai Kracht und Matthias Böhme, die beide am Sonntag von Anfang an spielen werden, waren krank und haben das Training verpasst. „Ich bin mir aber sicher, dass beide am Sonntag wieder fit sind”, sagte Trainer Söhnke Hinz. Im Außenangriff hat Hinz keine Wechselmöglichkeiten.

Deimeke und der Langzeitverletzte Tim Elsner fehlen. Deswegen müssen Kracht und Christian Fromm durchspielen. Möglicherweise steht Hauke Wagner als Alternative zur Verfügung. Der zweite Diagonalangreifer hat zuvor in der zweiten Liga in Giesen/Hildesheim schon im Außenangriff gespielt.

In der Annahme der gegnerischen Aufschläge liegt möglicherweise der Knackpunkt der Partie. Kann Düren trotz der massiven Personalprobleme Stand halten, dann können sich die Zuschauer auf spektakuläre Ballwechsel wie zuletzt in Unterhaching freuen.

Große Vorfreude herrscht bei Dürens Neuzugang Tibor Filo. Der Mann, der den verletzten Stefan Hübner im Mittelblock ersetzt, ist wahrscheinlich am Sonntag schon spielberechtigt und erlebt seine Evivo-Premiere.

Gut möglich, dass Filo zum Einsatz kommt, weil die Belastung für die anderen Blocker Jaromir Zachrich und Georg Klein zuletzt hoch war.

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