Langerwehe: Europaschule Langerwehe verabschiedet Heinz Moll

Langerwehe : Europaschule Langerwehe verabschiedet Heinz Moll

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Dieses Zitat von Erich Kästner nahm sich der nun ehemalige Schulleiter der Europaschule Langerwehe, Heinz Moll, zum Lebensmotto. Nach 43 Jahren im Schuldienst, davon 17 Jahre als Leiter der Europaschule Langerwehe, wurde Heinz Moll nun in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Sein Amt wird die bisher stellvertretende Schulleiterin Regina Westermann übernehmen.

Am Vormittag hatten sich bereits die Schüler von Heinz Moll verabschiedet. Den Begriff „Salve“ hatten sie alle gemeinsam auf dem Schulhof gestellt. Eine Videoaufzeichnung davon wurde am Abend bei der offiziellen Abschiedsfeier gezeigt. Trotz der vielen Ansprachen war die Feier nicht steif, sondern lebendig und unterhaltsam.

So wurde den Besuchern in der dreistündigen Feier unter anderem eine Video-Präsentation mit Fotos aus Heinz Molls Leben gezeigt, ein Ausschnitt aus „Highway Star“ von Deep Purple, der Lieblingsband von Heinz Moll, sowie eine unterhaltsame Zauberei-Darbietung von dem ehemaligen Schüler David Metternich.

Zahlreiche jetzige Schüler sorgten mit ihren musikalischen Darbietungen in der vollen Halle für eine sehr gute Stimmung unter den Anwesenden. Den musikalischen Auftakt machte Schüler Nils Graaf mit der Komposition „Der Schwan“ (Camille Saint-Saens) am Flügel.

Es folgte der Song „Cake“ (Melanie Martinez), präsentiert von Merle Esser-Nobis und ihrer Band sowie „Empire state of mind“ (Alicia Keys feat. Jay Z) gesungen von Anouk Saus und Marvin Olapoyoje mit Bandbegleitung, „Pray“ (Sam Smith) gesungen von Theresia Schillings und „My hero“ (Foo Fighters) von der Schülerband AG „Devil‘s Breakdown“. Zudem lockerte die Comedy-Band „De Panneköpp & de Kapellmeister“ den Abend mit ihrem „E Liedche“ auf.

Plädoyer für Europa

Den musikalischen Abschluss machte Melina Uebinger mit „Imagine“ (John Lennon).

Der Lehrer und freie Künstler Klaus Dauven übergab Heinz Moll zur Feier des letzten Tages einen „echten Dauven“.

Natürlich durften an diesem Abend auch Reden nicht fehlen. Der Dezernent der Bezirksregierung Köln, Christoph Becker, hielt auf Wunsch von Heinz Moll ein Plädoyer für Europa. „Freundschaften sichern den Frieden“, betonte er. „Unser Rohstoff ist die Bildung“, sagte der Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn. „Die Schulzeit ist die Zeit der Schüler, sich zu entfalten“, erklärte Heinz Moll in seiner Abschiedsrede.

Der Erwerb von Schlüsselqualifikationen sei dabei ebenso wichtig wie Musik, Sport, Theater und das gemeinsame Feiern.

„Zum Lebens- und Erfahrungsraum der Schule gehören auch Dinge außerhalb des Stundenplans“, sagte Heinz Moll.

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