Düren: Es wird ein paar stauträchtige Monate geben

Düren: Es wird ein paar stauträchtige Monate geben

Schön wäre es ja gewesen: Die verlegte Autobahn A4 steht schon dann zur Verfügung, wenn die hoch belastete Brücke am Ende der Schoellerstraße abgerissen wird.

„Das geht aber leider nicht”, sagte Edgar Klein, Leiter der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebs Straßenbau, am Rande des „Tages der offenen Baustelle” bei Buir. Dort hatten Bürgerinnen und Bürger aus Morschenich, Buir, Manheim und Geilrath Gelegenheit, sich eingehend über den Stand der Bauarbeiten für das neue Stück der A4 und der „Hambachbahn” zu informieren.

Die Brücke wird nach Stande der Dinge bereits in den Osterferien des übernächsten Jahres abgerissen. Es sind für die Dürener Autofahrer also ein paar stauträchtige Monate zu erwarten. Klein: „Eine frühere Freigabe der A4 ist nicht möglich, weil wir uns an die Sperrpausen der Deutschen Bahn AG für die Bahnstrecke Düren-Köln halten müssen. Nach unseren Erfahrungen wird die Bahn auf ihrem Zeitplan bestehen”.

Die Autobahnverlegung auf einer Strecke von rund 13 Kilometern ist schon weit fortgeschritten. Fast vier Kilometer zwischen Merzenich und Buir sind schon fertig asphaltiert. „Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan”, sagte Projektleiter Werner Engels vom Landesbetrieb Straßenbau.

Jetzt werde der Abschnitt zwischen Merzenich und der bestehenden A4 in Angriff genommen. Im nächsten Frühjahr folge der sechsspurige Ausbau zwischen der Anschlusstelle Düren und dem Abzweigepunkt der neuen Trasse bei Arnoldsweiler.

Insgesamt wird die Verlegung der Autobahn A4 rund 150 Millionen Euro kosten. Das Geld wird zu etwas mehr als 50 Prozent von RWE Power zur Verfügung gestellt, weil die alte A4 dem Tagebau Hambach weichen muss. Weil aber gleichzeitig die Verbreiterung von veir auf sechs Spuren vorgenommen wird, muss auch der Bund tief in die Tasche greifen.

Bis auf die Oberleitungen und die Signaltechnik ist die neue „Hambachbahn” schon so gut wie fertig gestellt. Die Werkseisenbahn verbindet den Tagebau Hambach mit den Kraftwerken und Verdelungsbetrieben von RWE Power. Die bisherige Trasse muss ebenfalls dem Tagebau weichen. Der Neubau der Schienenstrecke kostet etwa 115 Millionen Euro.

Beim „Tag der offenen Baustelle” konnten Besucherinnen und Besucher einen Teil der Gleisstrecke auf Draisinen (mit Fußantrieb) erkunden. Andere stiegen in die bereitstehenden geländegängigen Busse, um eine Runde durch die Baustelle und über das schon fertige Stück der neuen A4 zu drehen. Auch wurde am „Stützpunkt” ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten. Filme, Fotos und Pläne vermittelten anschaulich den Baufortschritt. Trotz des nicht gerade schönen Wetters war die Veranstaltung gut besucht.

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