„Andantino“: Erstes Babykonzert im Leopold-Hoesch-Museum

„Andantino“ : Erstes Babykonzert im Leopold-Hoesch-Museum

Ein Konzert, bei dem es schon vor Beginn freudiges Klatschen und Jauchzen gibt – das ist selten. Dass die Zuschauer krabbeln, brabbeln und Schnuller im Mund haben aber auch. Das erste Babykonzert von „Andantino“ im Leopold-Hoesch-Museum war nicht nur für die kleinen Hauptpersonen, sondern auch für deren Begleiter die reinste Freude.

Als die ersten Gitarrenklänge von Musiker David Schlünkes durch den Raum hallten, wurden die kleinen Konzertbesucher ganz ruhig. Das Brabbeln und Quieken nahm erst wieder zu, als Schlünkes und Musikvermittlerin Anja Leu auf Gitarre und Trompete das „Andantino“-Lied spielten, das viele größere Kinder längst auswendig können. Schließlich erklingt es auch bei den musikalischen Entdeckungsreisen für Drei- bis Zehnjährige mit der Puppe „Andantino“. Diese Konzerte und Workshops finden seit vier Jahren statt und wurden nun um ein Angebot für die Kleinsten ergänzt.

Auf Decken, Kissen und Hockern saßen die Eltern und Großeltern im Kreis, während die neun Babys miteinander und mit den Instrumenten spielten. Geräusche zur Musik machten die Kinder mit ihren Mündern und Händen, aber auch mit Rassel-Eiern, Triangeln, Glöckchen und mit Klanghölzern, die sich – wie jedes andere Instrument – auch hervorragend in den Mund nehmen und wegschmeißen ließen.

Die Musiker animierten sie immer wieder dazu, Neues auszuprobieren. Anja Leu pustete den Kleinen durch ihre Trompete leise Luft zu, David Schlünkes hielt seinen jungen Zuhörern seine Gitarre hin, damit sie an den Saiten zupfen konnten. Während eines Liedes sollten die Erwachsenen mit den Kindern auf den Armen an den Kunstwerken vorbei laufen und beobachten, bei welchem Bild das Baby die größte Reaktion zeigt. Und tatsächlich waren so manche große Augen, ausgestreckte Zeigefinger oder freudige Jauchzer zu hören. Begeisterung rief auch Leus Notenständer hervor, der von einem Mädchen für Stehübungen gebraucht wurde.

„Ich bin begeistert, wie die Kinder reagiert haben“, sagte Leu nach dieser Feuertaufe. „Wir bekommen direkte Reaktionen auf unsere Arbeit. Die Kinder fordern ein und geben auch zurück. Das macht unsere Arbeit so wertvoll.“ Nun freut sie sich auf das zweite Babykonzert am 10. Oktober (Anmeldung: j.bruno@dueren.de) und auf weitere Termine, die die Museumsverantwortlichen und sie nun planen wollen.