Vossenack/Schmidt: Erste Großkontrolle auf der Panoramastraße

Vossenack/Schmidt : Erste Großkontrolle auf der Panoramastraße

Der Parkplatz Fischbachtal war am Samstag Zwischenstation von 252 Kradfahrern, die auf der Panoramastraße unterwegs waren. Für einige von ihnen war es sogar die Endstation. Die Polizei hatte Großkampftag in Sachen Lärmschutz und Unfallprävention und bat deshalb zwischen 10 Uhr und dem späten Nachmittag beinahe jeden Motorradfahrer zur technischen Kontrolle.

Zusätzlich wurden Geschwindigkeitskontrollen in Mariawald und von einem Motorradpolizisten in Zivil durchgeführt. Einige Beamte informierten präventiv Verkehrsteilnehmer in Heimbach und das Verkehrskommissariat führte direkt vor Ort Vernehmungen durch. Zudem gab es Unterstützung von Spezialisten des TÜV Rheinland, des Straßenverkehrsamtes und von Polizisten aus Belgien.

Wie viele Personen insgesamt im Einsatz waren, wollte Polizeihauptkommissar Dirk Steffen nicht mitteilen. Er sprach von einem „verstärkten Kräfteeinsatz“.

Dieser ist Teil eines neuen Konzeptes zur Bekämpfung von Lärmemission und war von Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) als Behördenleiter der Kreispolizeibehörde Düren angeordnet worden. Seit sich ein Runder Tisch mit einer möglichen Sperrung der L218 für Motorräder auseinandersetzte, verfolgt die Polizei ein neues Konzept. Die Schwerpunktkontrolle am Samstag bildete dafür den Auftakt. „Das soll aber kein einmaliges Ereignis sein. Wir planen Folgeeinsätze“, kündigte Polizeihauptkommissar Steffen an.

Die Reaktionen der Motorradfahrer auf den Polizeieinsatz hätten nicht unterschiedlicher ausfallen können. Manche fanden es „beschissen“ oder „unnötig“, möchten mit dieser Meinung aber nicht namentlich zitiert werden.

Dirk Stellers aus Stolberg sagte: „Ganz ehrlich: Hier fahren so viele Wahnsinnige rum, es ist gut, dass so eine Kontrolle stattfindet.“

Während er selbst die kurvige Panoramastraße liebend gern mit seinem Motorrad entlangfährt, ist Ulrike Beautemps aus Langerwehe davon abgekommen: „Ich fahre nicht mehr gern in der Eifel Motorrad.“ Wenn, dann würde sie dort in der Woche abends fahren, aber nicht am Wochenende. Das Fahrverhalten einzelner könne sie nur als Rowdytum bezeichnen. „Der Großteil möchte hier einfach nur schön fahren, es ist schade, dass dann alle über einen Kamm geschert werden.“ Für sie kommt es auf das Miteinander an und dass Wanderer, Radfahrer und Motorradfahrer die Gegend ungestört genießen können.

Genießen war bei der Großkontrolle tatsächlich auch mal Thema: Bei prallem Sonnenschein kam die rot-weiße Kelle auch einmal bei einem Eiswagen zum Einsatz.

(wel)
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