Erneuter Schlag gegen Drogenhandel in Düren

Zwei mutmaßliche Dealer festgenommen : Erneuter Schlag gegen Drogenhandel in Düren

Die Polizei hat am Donnerstag einen mutmaßlichen Drogendealer in Düren festgenommen, der gemeinsam mit einem bereits festgenommenen Mann Drogen im großen Stil verkauft haben soll. Während der Durchsuchung fiel dann plötzlich sein Bruder auch ins Visier der Ermittler.

Wie die Polizei berichtet, wurde der 24-jährige Dürener aufgrund eines gegen ihn bereits bestehenden Untersuchungshaftbefehls festgenommen. Bei einer erneuten Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten ein halbes Kilogramm Amphetamin und stellten dieses sicher. Der Mann wird verdächtigt, gemeinsam mit einem vor zwei Wochen am 15. Juli festgenommenen 25-Jährigen Drogen im großen Stil verkauft zu haben.

Der bereits im Juli festgenommene Mann soll der Kopf einer Tätergruppierung sein, die umfangreichen Handel mit Marihuana, Haschisch und Amphetamin in Düren betreibt. Er wurde in Merzenich in der Wohnung seiner Freundin, die ebenfalls an den Geschäften beteiligt sein soll, festgenommen. Bereits bei dieser Durchsuchung konnte die Polizei eine große Menge Amphetamine, Marihuana, Cannabis und Ecstasytabletten sicherstellen. Auch Grundstoffe zum Herstellen von Amphetaminen wurde entdeckt.

Im Rahmen der Durchsuchung und Festnahme am Donnerstag fiel dann auch noch der Bruder des 24-jährigen Mannes auf. Der Festgenommene befand sich zum Zeitpunkt der Maßnahme im Auto seines Bruders – gemeinsam mit dessen minderjährigen Kindern.

In dem Auto roch es nach Marihuana. Der 31-jährige Bruder stimmte einer Durchsuchung zu, wobei die Polizisten ein Tütchen mit Marihuana und eine Dose mit Amphetaminen fanden. Da zudem der Verdacht bestand, dass der Wagen unter Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren wurde, musste der Bruder auf der Wache einen Drogentest machen. Dieser reagierte positiv auf Cannabis. Die Entnahme einer Blutprobe war die Folge.

Über seine Fahrerlaubnis musste sich der 31-Jährige keine Sorgen machen, da er keine besitzt. Letztlich räumte er noch ein, dass er vor Fahrtantritt Kennzeichen eines anderen Wagens an seinem Fahrzeug angebracht hatte, um eine amtliche Zulassung vorzutäuschen. Somit erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss und Betäubungsmittelbesitzes.

Die Dürener Polizei wird weiterhin konsequent gegen lokale Drogendealer vorgehen.

(red/pol)
Mehr von Aachener Nachrichten