Düren: Erich Krian zeigt auf Schloss Burgau einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens

Düren : Erich Krian zeigt auf Schloss Burgau einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens

Es ist ein Querschnitt seiner künstlerischen Arbeit aus 40 Jahren, den Erich Krian unter dem Titel „Zeitschritte“ auf Schloss Burgau zeigt. Der Dortmunder Künstler hat insgesamt fast 80 Arbeiten auf Papier und Maltüchern sowie verschiedene Objekte und Bronzen mitgebracht.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Dieter Powitz, Leiter Düren Kultur, und der Dortmunder Kunsthistorikerin Silvia Schmidt-Bauer, die einen Vortrag über Krians Werke hielt.

In den verschiedenen Räumen auf Schloss Burgau hat Krian seine Werke thematisch und stilistisch, aber nie chronologisch sortiert. Wie der Titel bereits sagt, sollen die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten, die über die Jahre entstanden sind, innerhalb eines Raumes zu erkennen sein. „Man versucht ja immer, sich selbst treu zu bleiben, aber trotzdem verändert man sich nun mal“, sagt Krian. „Hier kann man diese Veränderung von den Neunzigern bis heute direkt nebeneinander sehen.“

Nach eigener Aussage macht er eigentlich schon immer Kunst. Krian wurde 1948 in Dortmund geboren, wo er später ein Studium der Malerei abschloss. Nach einem Kunststudium an der Kunstakademie in Düsseldorf ist er seit 1977 als freischaffender Künstler tätig. Immer wieder verbringt er mehrere Monate im Ausland, zum Beispiel in Paris, und lässt sich von diesen sehr verschiedenen Einflüssen inspirieren. Wie er sagt: „Ich brauche diese Stimulationen nicht zwingend, um zu arbeiten, aber ich bin froh, dass es sie gibt.“

Farbenfrohe Werke

Seit seiner ersten Ausstellung in den 1960er Jahren ist einiges zusammengekommen. Im Hauptraum sind große Bilder auf Nessel, also hängende Maltücher, zu sehen. Bei den farbenfrohen Werken ist das Zusammenspiel aus Material und Farbe wichtig. Statt eines klassischen Schwarztons benutzt Krian zum Beispiel Unterbodenschutz. Da die Werke außerdem nicht gerahmt sind, verhalten sie sich je nach Anbringung, Temperatur und Luftzug anders. Folgt man der kleinen Treppe in einen Seitenraum, erhält man einen besonderen Blick von oben auf Krians Objekte und Bronzen.

Auch diese stammen aus verschieden Zeitabschnitten, ergeben aber durch ihre bewegte Anordnung im Raum, auf unterschiedlich hohen Säulen und versetzt an den Wänden, ein stimmiges Bild. Es entsteht ein fließendes Muster, eine Art Melodie, die der Betrachter sowohl von der Treppe von oben als auch klassisch im Raum genießen kann. Ein ruhiges Arrangement setzt im Rest der Ausstellung weitere kleinere, gerahmte Werke in Szene.

Die „Zeitschritte“ sind noch bis zum 26. August auf Schloss Burgau zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs und samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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