Düren: Erfolgsstory: Akkordeonorchester feiert runden Geburtstag

Düren: Erfolgsstory: Akkordeonorchester feiert runden Geburtstag

Was wie eine echte Erfolgsgeschichte klingt ist auch eine: Sechs Mal hat das Erste Dürener Akkordeonorchester, das in diesem Jahr sein 50. Bestehen feiert und von Andrea und Herbert Nolte dirigiert wird, beim Deutschen Orchesterwettbewerb mitgemacht.

Sechs Mal haben die 22 Musikerinnen und Musikerinnen sich für den Bundeswettbewerb qualifiziert und sechs Mal sind die Dürener Akkordeonisten aus preisgekröntes Orchester nach Hause gekommen. Zuletzt mit einem hervorragenden Platz zwei aus Hildesheim, wo der Bundeswettbewerb in diesem Jahr stattgefunden hat.

Das Erste Dürener Akkordeonorchester, das vor 50 Jahren als Kohlscheider Orchester angefangen hat und Ende der 70er Jahre gemeinsam mit Herbert Nolte an die Dürener Musikschule gekommen ist, ist längst aus dem Kulturkalender aus der Region nicht mehr wegzudenken. Zwei große Konzerte bestreiten die Musikerinnen und Musiker jedes Jahr, bei denen dann auch die Nachwuchsgruppen, also das Jugendorchester und die „Akkordeon-Minis” ihr Können unter Beweis stellen.

„Wir wollen einfach gute Musik machen”, bringt Orchester- und Musikschulleiterin Andrea Nolte das Ziel ihrer Akkordeonisten einfach, aber treffend auf den Punkt. „Und zeigen, welche klang- und spieltechnischen Möglichkeiten das Akkordeon hat.”

Haben die Akkordeonorchester früher überwiegend Unterhaltungsmusik gespielt, gibt es mittlerweile immer mehr anspruchsvolle Originalkompositionen für diese Spielgruppen. Andrea Nolte: „Die Stücke werden natürlich dem Instrument viele mehr gerecht, sind aber trotzdem eingänglich.”

Klar, dass auch beim Wettbewerb in Hildesheim ausschließlich Originalkompositionen auf dem Programm standen. Unter anderem haben die Dürener „Die Monde des Saturn” von Stefan Hippe gespielt. „In der Vorbereitung auf Hildesheim”, so Andrea Nolte, „hatten wir auch ein Probenwochenende mit Stefan Hippe. Das war schon toll.”

Überhaupt, so die Dirigentin, bringe so eine Wettbewerbsvorbereitung das Orchester immer enorm weiter. „Musikalisch natürlich, aber auch menschlich.” Schließlich sei die Fahrt zum Deutschen Orchesterwettbewerb auch eine logistische Herausforderung. „Bus beladen, vor Ort alles regeln, die Bühne aufbauen - diese Dinge müssen alle erledigt werden”, so Nolte. „Und da war die Teamarbeit bei unserem Orchester diesmal wirklich ganz große Klasse.”

Eine wirklich lange Verschnaufpause hatte die Truppe von Andrea und Herbert Nolte nach dem Wettbewerb übrigens nicht. Derzeit bereiten die Musikerinnen und Musiker sich auf ihr Frühjahrskonzert auf Schloss Burgau vor. Dann sind aber nicht die Wettbewerbstücke zu hören, sondern unter anderem einige der Werke aus den Anfängen des Orchester. Und wer noch wissen möchte, wie ein Orchester mit zwei Dirigenten funktioniert: Der, der gerade nicht mit Dirigieren an der Reihe ist, spielt natürlich mit!

Die nächste Gelegenheit, das Erste Dürener Akkordeonorchester in Aktion zu erleben, gibt es am Samstag, 2. Juni, um 16 Uhr beim Frühjahrskonzert auf Schloss Burgau. Die Eintrittskarten für das Konzert kosten neun Euro für Erwachsene und fünf Euro für Schüler und Studenten.

Das Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehens des Orchesters findet am Sonntag, 25. November, um 18 Uhr im Haus der Stadt in Düren, Stefan-Schwer-Straße 4, statt.