Nideggen: Entwicklungsgesellschaft Nideggen: Verdacht der Untreue

Nideggen: Entwicklungsgesellschaft Nideggen: Verdacht der Untreue

Die Staatsanwaltschaft Aachener hat neue Ermittlungen gegen die Entwicklungsgesellschaft Nideggen (EGN) aufgenommen. Das bestätigte auf Anfrage Oberstaatsanwalt Robert Deller.

Auslöser ist offenbar die Anzeige eines Nideggener Bürgers. Bei den Ermittlungen geht es erneut um den Verdacht der Untreue. Ermittelt wird wieder gegen den früheren Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft „und gegen weitere Beschuldigte”, so Deller. „Ob die neuerlichen Vorwürfe aber wirklich begründet sind, muss man abwarten”, betont Deller.

Die EGN war vor ziemlich genau zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass der damalige Geschäftsführer Fristen beim Finanzamt nicht eingehalten hatte. Das Ergebnis: Das Finanzamt schätzte die Umsatzsteuer schließlich und die Gesellschaft musste bezahlen, obwohl sie nie ein Projekt umgesetzt hatte.

So war das Stammkapital der Gesellschaft, die zu 52 Prozent der Stadt gehörte, von 25.000 auf 2500 Euro geschrumpft. Für die Abwicklung der Gesellschaft war der Dürener Rechtsanwalt Helmut Irmen bestimmt worden. Er hatte das Finanzgericht in Köln verklagt, weil er davon ausging, dass die Steuerforderung zu Unrecht bestand. „Die Liquidation der Gesellschaft wird im Herbst abgeschlossen sein. Nach dem Verfahren beim Finanzgericht in Köln sind uns alle Steuern zurückerstattet worden”, so Irmen jetzt auf Anfrage der „DN”.

Die Gesellschafter würden deshalb einen Großteil des Geldes auch zurückerhalten. Neben der Stadt Nideggen sind das die Sparkasse Düren, die frühere Volksbank Nideggen und die längst aufgelöste Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Düren. Von neuen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Aachen wusste Irmen noch nichts. Irmen: „Aus meiner Sicht ist kein Schaden entstanden, das Geld ist zurückgeflossen.”

Mehr von Aachener Nachrichten