Düren: „Enkeltrick“ funktioniert nicht bei zwei Seniorinnen

Düren : „Enkeltrick“ funktioniert nicht bei zwei Seniorinnen

Zwei Strafanzeigen wegen versuchten Betrugs nahm die Polizei Düren am Donnerstag zu Protokoll. In beiden Fällen hatte sich ein bislang unbekannter Täter am Telefon als Enkel ausgegeben und nach Geld gefragt.

Am Morgen klingelte gegen 10.30 Uhr das Festnetztelefon einer 88 Jahre alten Dame in Düren. Bei dem Anrufer handelte es sich um eine männliche Person, die vorgab, der Enkelsohn der Seniorin zu sein.

Weiterhin, so lautete die erzählte Geschichte, benötige der Enkel sofort Geld für den Kauf eines Autos — von 30.000 Euro war die Rede. Die 88-Jährige erklärte, dass es ihr nicht möglich sei, diese Summe zu besorgen. Nachdem der Anrufer das Gespräch abrupt beendet hatte, wandte sich die Seniorin an ihre echten Verwandten. Anschließend informierten sie die Polizei.

Die gleiche Geschichte vom anstehenden Autokauf und dem hierfür benötigten Bargeld bekam kurz nach 13 Uhr auch eine 82 Jahre alte Frau aus dem Dürener Stadtgebiet am Telefon zu hören. Ihr „Enkel“ legte allerdings auf, als die Angerufene ihm erklärte, sie könne spontan nicht über eine derart hohe Summe verfügen. Auch in diesem Fall wandte sich die Seniorin an ihre Verwandtschaft und die Polizei.

Die potentiellen Opfer handelten genau so, freut sich die Polizei in ihrer Mitteilung, wie es in Fällen derartiger Betrugsversuche richtig ist: nicht auf die Forderungen eingehen und auflegen. Anschließend Vertrauenspersonen und die Polizei informieren. Auf gar keinen Fall sollen am Telefon Informationen zu Vermögensverhältnissen gegeben werden. Auch das Aushändigen von Bargeld an fremde Personen, die vom vermeintlichen Enkel geschickt wurden, sollte tunlichst unterlassen werden.

Die Geschichten, die Betrüger ihren vornehmlich betagten Opfern am Telefon erzählen, variieren und sich durchaus erfinderisch, ebenso die Art des angeblichen Verwandtschaftsverhältnisses.

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