Düren: Elandú begeistern im „Komm”-Zentrum

Düren: Elandú begeistern im „Komm”-Zentrum

Kommunikation ist alles: Mit Blicken, Gesten oder auch mal Zurufen stimmen die fünf Musiker von Elandú ihr Spiel aufeinander ab. Dazwischen wird beim Konzert im Dürener „Komm”-Zentrum fröhlich improvisiert, ganz so wie es im Jazz üblich ist. Die Musik von Elandú ist aber mehr als Jazz.

Elandú - das sind zunächst einmal fünf Musiker aus vier Ländern: Aus Peru, Deutschland, Brasilien und Chile stammen die Instrumentalisten um den Komponisten Daniel Manrique Smith. Kennengelernt haben sie sich an der Kölner Hochschule für Musik, ihr Bindeglied die gemeinsame Weltsprache des Jazz.

Die verschiedenen Nationalitäten der Musiker, die normalerweise noch durch einen kolumbischen Gitarristen komplettiert werden, fließen dabei in ihre Musik ein. Im interkulturellen Zusammenspiel hat die Gruppe so eine eigene Musiksprache entwickelt.

Afroperuanischen Jazz nennt Manrique Smith das Ergebnis. Es ist eine temperamentvolle Mixtur: Peruanische Folklore trifft auf andere lateinamerikanische Stile und Jazzelemente. Für die 60 Zuhörer im Komm gaben die sympathischen Musiker zudem eine kleine Einführung in die Vielfalt an Rhythmen der lateinamerikanischen Musik, wie zum Beispiel Festejo, Landó oder Zamacueca.

Verblüffend, wie die Musiker mit einfachsten Mitteln Songstrukturen entwickeln. Da kommen neben der Cajon, einer mehr oder weniger simplen Holzkiste, ein Eselskiefer und eine Kuhglocke zum Einsatz und schon trieft aus den Ritzen des „Komm”-Zentrums die flimmernde Hitze und Lebenslust Lateinamerikas.