Vettweiß: Einsatzzahl der Vettweißer Wehr so hoch wie noch nie

Vettweiß : Einsatzzahl der Vettweißer Wehr so hoch wie noch nie

Mit genau hundert Einsätzen im vergangenen Jahr meldet die Freiwillige Feuerwehr Vettweiß einen neuen Rekord. Dies berichtete Wehrleiter Ralf Weyers in der Hauptversammlung.

In dem Jahresbericht des Wehrleiters finden sich 67 Technische Hilfen ebenso wieder wie 28 Brandeinsätze, darunter auch der Brand eines Mähdreschers sowie ein Einsatz beim Unfalltod eines Jungen auf der B 477 bei Gladbach, „der allen am Einsatz beteiligten Kräften noch nicht aus dem Kopf gehen will“, wie Weyers die psychischen Anforderungen an die Feuerwehrleute und sonstigen Hilfskräfte umschrieb.

Die Feuerwehr Vettweiß kann auf einen kontinuierlich leicht wachsenden Personalbestand zurückgreifen. Derzeit gehören dem aktiven Wehrteil 158 Frauen und Männer an. Mit 35,2 Jahren ist der Altersdurchschnitt noch gut und die ständig ansteigende Zahl an Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, derzeit 44 Jungen und sieben Mädchen, lässt einen ruhigen Blick in die Zukunft zu.

Um die Effektivität der Einsätze zu steigern, wurden mehrere Löschgruppen zusammengelegt. „Diese Zusammenlegung hat sich bewährt“, sagte der Wehrleiter. Der vom Gemeinderat einstimmig verabschiedete Brandschutzbedarfsplan gibt für die nächsten fünf Jahre die Ziele vor, die Wehrleitung und Verwaltung gemeinsam erfüllen wollen.

„Hervorragend ausgebildet, hoch motiviert und leistungsstark“ lobte Bürgermeister Joachim Kunth (CDU) seine Feuerwehr. „Da ist viel Schwung und Dynamik drin.“ Der Bürgermeister lobte die Kooperation in der Ausbildung mit den Nachbarwehren Nörvenich und Merzenich und sah die Zusammenlegung von Löschgruppen als eine Maßnahme zur Stärkung der Leistungsfähigkeit. Ausgegeben für die Feuerwehr wurden rund 224.000 Euro.

„Vettweiß zeigt, dass es in der Feuerwehr keinen Stillstand gibt“, erklärte Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar, der mit Wehrleitung und Bürgermeister die Ehrung langjähriger Mitglieder, teilweise in deren Abwesenheit, vornahm. Das Ehrenkreuz in Silber für 25-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Thomas Marx, Frank Bläser, Torsten Rau und Andre Oepen und für 35-jährige Mitgliedschaft Josef Mathia. Seit 50 Jahren gehören Hans Boltersdorf und Wilhelm Laszczuk der Wehr an und Hermann Josef Klinkhammer wurde für 60 Jahre mit lange anhaltendem Beifall bedacht.

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