Düren: Eine fette Badesee-Party mit „Culcha Candela“

Düren : Eine fette Badesee-Party mit „Culcha Candela“

„Wir sind gekommen, um mit ganz Düren eine fette Party zu feiern! Wisst ihr eigentlich, was für eine geile Location das hier ist?“ Die Menge jubelt. Rund 1700 sind am Samstagabend zum Badesee gekommen, um genau das zu tun, was „Culcha Candela“-Sänger Johnny Strange gerade von ihnen gefordert hat: Party machen!

Trafen sich vor allem ältere Musikfreunde früher Ende August zur Oldie-Night an „Dürens Adria“, setzten Veranstalter Willi Wolff und sein Team mit der Berliner Band „Culcha Candela“, die sich Reggae, Hip-Hop und (deutsche) Popmusik auf die Fahnen geschrieben hat, diesmal vor allem auf jüngeres Publikum.

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„Das stimmt“, sagte Wille Wolff, „aber die Oldie-Night war natürlich auch immer sehr erfolgreich. Allerdings haben fast alle Bands, die unserem Anspruch, wirklich nur die Original-Musiker von früher nach Düren zu holen, mittlerweile schon am Badesee gespielt. Auch deswegen haben wir uns entschieden, mit ‚Culcha Candela‘ einen etwas anderen Weg zu gehen.“

Und der Erfolg gibt Willi Wolff recht. Schon um 17 Uhr, also gut vier Stunden bevor die drei Sänger Johnny Strange, Mateo Jasik, Don Cali und DJ Chino con Estilo auf die Bühne kamen, waren die ersten Fans am See, um nur ja einen Platz in der ersten Reihe zu bekommen. „‚Culcha Candela‘ ist für mich der Inbegriff von Sommer“, sagte Monika Hoffmann. „Da warte ich gerne. Und außerdem ist das Wetter toll, wir sind am See — besser geht es doch kaum.“

Stimmt, die Stimmung vor, während und nach dem Konzert war wirklich sehr locker und entspannt. Schon zur Musik des Dortmunder Sängers „Klangpoet“ fingen die Zuschauer an zu tanzen. Der Musiker aus dem Ruhrpott bereitete „Culcha Candela“ die perfekte Bühne. Das Quartett spielte danach vor allem Songs ihrer aktuellen Platte „Feel Erfolg“ — zum Beispiel „Wayne“, „In meiner City“, „Wann dann“, „Mach dein Ding“ und „Berlin City Girl“. Dabei begeisterten die vier Bandmitglieder nicht nur mit ihrem unverwechselbaren Sound, sondern auch mit einer guten Bühnenpräsenz und einer abwechslungsreichen Choreographie.

Das Publikum, das übrigens altersmäßig sehr gemischt war, bewies viel Textsicherheit und noch mehr Tanzfreude. „Das ist wie ein Open-Air-Club mit Livemusik“, sagte Hannah Fetter. „Für so was müssen wir sonst am Wochenende nach Köln fahren.“ Knapp zwei Stunden dauerte der Auftritt von „Culcha Candela“ — und ja, die Musiker durften nicht von der Bühne, ohne als Zugabe ihre wohl größten Hits „Hamma!“ und „Monsta“ zu spielen.

DJ spielt bis 2 Uhr nachts

„Es war wirklich ein schönes Konzert“, sagte auch Philipp Klassen, „aber es war schade, dass die Bühne nicht mehr so steht, dass die Zuschauer auf die Band und gleichzeitig auf den See gucken konnten. Das finde ich nicht gut.“ Konzertveranstalter Wollf hatte sich bewusst für den neuen Bühnenstandort unmittelbar am Badesee-Zeltplatz entschieden. „Wir nutzen dort ein großes Zelt als Backstage-Bereich für die Künstler. Die ganze Logistik mit Auf- und Abbau ist für uns viel einfacher.“ Im kommenden Jahr, ergänzte Wolff, der vom Badesee als „einer perfekten Location mit einer hervorragenden Infrastruktur spricht, plane man zwei größere Konzerte am See. „Es ist schon sehr lange mein Wunsch, einmal ‚Cool and the Gang‘ nach Düren zu holen, weil das die erste Band war, für die ich gearbeitet habe. Wir führen Gespräche, sie vielleicht im kommenden Jahr im Rahmen ihrer Tournee für den Badesee zu verpflichten.“

Zudem gibt es immer wieder Gerüchte, dass „Fanta 4“ zu einem Konzert an die Rur kommen. „Das stimmt“, bestätigte Willi Wolff am Samstagabend. „Aber es gibt noch keine konkreten Pläne. Gleichwohl wollten wir heute Abend ausprobieren, wie der neue Bühnenstandort funktioniert. Und er funktioniert ganz hervorragend.“ Auch sonst war Wolff mit dem Abend am See mehr als glücklich. „Das Publikum war toll und in Feierlaune.

Die Letzten sind erst um zwei Uhr nach Hause gegangen, so lange hat unser DJ noch aufgelegt. Alles war friedlich, die Helfer des Sanitätsdienstes hatten außer zwei, drei Insektenstichen nichts zu tun. Wir sind sehr zufrieden.“

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