Düren: Eine Ausstellung für den Ufa-Star aus Düren

Düren: Eine Ausstellung für den Ufa-Star aus Düren

Als Sybille Schmitz, der glamouröse Ufa-Star, Ende Januar 1936 in ihre Geburtsstadt zurückkam, wurde sie stürmisch gefeiert - und zwar, wie sich das im Rheinland gehört, auf der Karnevalssitzung der 99er im Tivoli.

Sie sei, so schrieb damals der „Westdeutsche Beobachter” anlässlich ihres Besuchs, „vielleicht sogar die größte deutsche Schauspielerin der Gegenwart”. Das mag mit lokaler Brille gefärbt gewesen sein, aber die am 2. Dezember 1909 in Düren geborene Schauspielerin war alles andere als nur ein Sternchen am großen Kino-Himmel. Sie schaffte es zudem, sich dem politischen Einfluss in der Nazi-Zeit weitestgehend zu entziehen.

„Ich kann mich noch erinnern, als Kind von ihr in Düren Filmplakate gesehen zu haben”, sagt Fred Oepen. Aus dem Knirps von damals ist ein leidenschaftlicher Sammler geworden, der mit seinen 68 Jahren so ziemlich alles von lokalgeschichtlichem Wert sammelt, was ihm unter die Finger kommt. „Mein Vater war vor dem Krieg Filmvorführer im Germania-Kino in Düren. So hatte ich als Kind immer Kontakt zum Film gehabt.”

Und die Ufa-Stars hatten es dem Knirps offenbar angetan. Erst sehr viel später realisierte Oepen, dass der große Star, der ihn da auf den Filmplakaten anschaute, ein Dürener Mädchen war - Oepens Sammelleidenschaft loderte auf. Er kaufte Autogrammkarten auf Flohmärkten, ersteigerte im Internet alte Filmprospekte.

Mit all diesem Material bereitet er nun mehrere Schautafeln vor, die am 100. Geburtstag erstmals im Theater-Foyer im Haus der Stadt gezeigt werden sollen. Also am 2. Dezember, dem Geburtstag, und zufällig auch dem Tag, an dem das Stück „Martha Jellneck” mit Ellen Schwiers gegeben wird. Ellen Schwiers, die als Kind in Düren gelebt hat, hat Sybille Schmitz noch gekannt und wird an diesem Abend auch ein paar Worte zum Ufa-Star sagen.