Düren: Ein Vater-Sohn-Duell um den Weitspuck-Thron

Düren: Ein Vater-Sohn-Duell um den Weitspuck-Thron

Die Spannung ist mit den Händen greifbar. Ludwig P., der Mann mit Künstlernamen aus Aachen, hat seinen Kirschkern 16,20 Meter weit durch die Luft katapultiert.

Damit liegt er auf Platz eins. Aber auch Oliver Kuck, sowie Hans-Peter Iven und sein Sohn Mario haben sich mit Weiten um die 15 Meter für das Finale der 36. Weltmeisterschaften im Kirschkern-Weitspucken auf dem Polizeihundesportplatz am Rurdammweg qualifiziert.

Jetzt ist Oliver Kuck, der aus Hürtgenwald stammt und mittlerweile mit seiner Familie in der Nähe von Bingen lebt, an der Reihe: Sorgfältig lutscht er der Kern, knabbert in möglichst rund - und 16,73 Meter. Platz eins.

Hans-Peter Iven macht sich bereit. Er war schon vier Mal Weltmeister, hat jede Menge Erfahrung. Sein goldenes Kettchen funkelt in der Sonne. Der 61-Jährige nimmt eine Kirsche und spürt sofort: Das ist ein super Kern. Der wird wahnsinnig rund! Iven nimmt Anlauf, sein Oberkörper schnellt nach vorne: 17,79 Meter. Erster!

Die Spannung steigt. Aus der Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken ist ein aufregendes Vater-Sohn-Duell geworden. Denn nur noch Hans-Peter Ivens 29-jähriger Sohn Mario kann seinen Vater jetzt vom Weitspuck-Thron stoßen. Und auch Marios Kern fliegt weit. Sehr weit sogar. Aber seinen Vater kann er trotzdem nicht schlagen. Der Stein bleibt bei 17,27 Meter auf der Bahn liegen. Und die Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken bleibt eine Dürener Angelegenheit. Daran können die zahlreich angereisten Teilnehmer aus der berühmten Kirschenstadt Witzenhausen in Hessen nichts ändern, und die Spucker aus Aachen, Köln, Wuppertal und Bottrop auch nicht.

Mehr von Aachener Nachrichten