Düren: Ein Unfall, ein Haftbefehl und ein etwas ungehaltener Freund

Düren: Ein Unfall, ein Haftbefehl und ein etwas ungehaltener Freund

Etwas anders als geplant verlief die polizeiliche Aufnahme eines Verkehrsunfalls auf der Bundesstraße B56 am Montag in Düren. Erst stellten die herbeigerufenen Beamten fest, dass gegen einen der Beteiligten ein Haftbefehl vorlag. Dann ergriff dessen Freund die Initiative - am Ende ging es um den Straftatbestand der versuchten Gefangenenbefreiung.

Gegen 17.50 Uhr waren die Polizisten zu dem Unfall auf der B56 in Höhe der Nordstraße gerufen worden. Im Rahmen der Formalitäten kam der der offene Haftbefehlt gegen einen 29-Jährigen ans Licht. Zunächst sah alles gut aus: Als ihm die Angelegenheit erklärt wurde, zeigte er sich kooperativ. Gefesselt sollte er zur Polizeiwache gefahren werden.

Ein Bekannter des Mannes aber, der ebenfalls vor Ort war, „äußerte jedoch sein Unverständnis über die getroffenen Maßnahmen“, wie es nüchtern im Polizeibericht hieß. Der ebenfalls 29 Jahre alte Mann brüllte die Uniformierten an und missachtete die Anweisung, sich ruhig zu verhalten und fern zu halten.

Am Ende musste er überwältigt und ebenfalls gefesselt werden. Auch er wurde zur Polizeiwache transportiert und dort in Gewahrsam genommen. Dies nutzte er, um die Polizisten zu beleidigen, was die Sache für ihn nicht besser machte. Er sieht sich nun einem umfangreichen Strafverfahren wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Beleidigung gegenüber.

(red/pol)